Projektmarathon: "Mehr gemacht, als wir erwartet haben". Purgstaller Landjugend gestaltete in 42 Stunden den Alois Fragner Platz neu. Statt des alten Fischbrunnens gibt es jetzt einen Platz, der zum Verweilen einlädt.

Von Christian Eplinger. Erstellt am 24. September 2019 (03:23)
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1756 stand am Alois Fragner Platz in der Pöchlarnerstraße in Purgstall der Pranger. 1879 wurde dort ein Wasserbassin als Löschwasserteich errichtet. 1935 erfolgte die Neugestaltung mit einem Brunnen und lebendem Fischbesatz. Nun haben Gemeinde und Landjugend ein neues Kapitel für den Platz aufgeschlagen. Denn seit vergangenem Wochenende ist der Platz ein Generationen-Begegnungsplatz.

Der alte Fischbrunnen, der bereits unter der Woche von der Gemeinde geleert und aufgeschüttet worden war, wich einem barrierefeien, gepflasterten Platz, in dessen Mitte nun ein überdachtes Mostfass samt Trinkwasserbrunnen steht. Dazu finden sich Schautafeln mit der Geschichte des Platzes und des Mostes sowie einige Holzsitzgelegenheiten, einem „Fühlkasten“ und einigen Nützlingshotels.

Dazu wurde das Geländer abgeschliffen und neu gestrichen. Auch die den Platz umgebenen Bäume bekamen eine neue Einfriedung. „Ihr habt wieder einmal mehr gemacht, als wir uns eigentlich erwartet haben. Als Gemeinde können wir da nur ein großes Dankeschön sagen“, betonte VP-Bürgermeister Harald Riemer bei der Projektpräsentation am Sonntag, die vom Musikverein Purgstall und der Volkstanzgruppe Ybbsitz umrahmt wurde.

„Wir haben nun zum sechsten Mal hintereinander am Projektmarathon teilgenommen und es macht jedes Mal wieder enormen Spaß."Alexandra Beham

Ein Dankeschön seitens der Landjugend-Leiter Alexandra Beham und Martin Zulehner gab es an Vroni Lang, die die 30 mitwirkenden Purgstaller LJ-Mitglieder von Freitag bis Sonntag zu jeder Zeit mit Essen und Getränken versorgt hat sowie an die Nachbarn, dass es in den letzten beiden Nächten etwas lauter war. Denn gewerkt wurde teilweise bis nach Mitternacht.

„Wir haben nun zum sechsten Mal hintereinander am Projektmarathon teilgenommen und es macht jedes Mal wieder enormen Spaß. Ich glaube fast, bei uns steigt die Motivation von Mal zu Mal mehr. Denn jetzt haben wir schon mehrere Goldene Auszeichnungen erhalten, sodass wir uns mit Silber gar nicht mehr zufrieden geben wollen“, erzählte eine müde, aber bestens gelaunte Alexandra Beham im NÖN-Gespräch.
Mit diesem Projekt hat die Gemeinde gleich noch ein anderes Problem beseitigt. Denn der alte Brunnen am Alois Fragner Platz verlor in den letzten Jahren immens viel Wasser (bis zu 20.000 m3 pro Jahr). Und so entstand die Idee des Generationen-Begegnungsplatzes.