Scheibbser Projektmarathon: Zurück zum Ursprung. In 42 Stunden gestaltete LJ an der Ursprungsquelle einen Erholungsplatz.

Von Christian Eplinger. Erstellt am 31. August 2020 (07:58)

Ein verstecktes Juwel brachten die Mitglieder der Landjugend Scheibbs im Rahmen des Projektmarathons ans Tageslicht: die Ursprungsquelle. Am Wanderweg Via Aqua in Neustift unweit des Buddhistischen Zentrums sprudelt unterhalb der Grotte reinstes Wasser aus einem unter dem Buchberg gelegenen unterirdischen Sees.

Mit einem durchschnittlichen Auslauf von 300 Liter pro Sekunde könnte der See mühelos das gesamte Scheibbser Stadtgebiet mit Trinkwasser versorgen. „Sie spielt daher in unseren Überlegungen eines zukünftigen Trinkwasserplans auch eine Rolle. Denn durch moderne Technik ist auch der hohe Kalkgehalt des Wassers kein Problem mehr“, weiß VP-Bürgermeister Franz Aigner.

„Als Gemeinde können wir Euch nur Danke für Euren tollen Einsatz sagen. Ein sehr gelungenes Projekt.“Bürgermeister Franz Aigner

Vorerst werden von dieser Quelle aber nur einige Privathäuser am Ginselberg, mit Wasser versorgt. Gleichzeitig wird es für vier private Kleinkraftwerke genutzt. Früher wurde mit der Wasserkraft des Ursprung-Baches das Roheisen im ehemaligen Hammerwerk (heute das Buddhistische Zentrum) mit Hämmern zu Nägeln verarbeitet – daher leitet sich auch der Name Neustift ab.

Für viele Schebbser Landjugend-Mitglieder, die nach einem Jahr Pause sich heuer wieder dem Projektmarathon stellten, war dieser Platz am Ginselberg völliges Neuland. „Wir mussten uns erst mal kundig machen, als wir das Projekt am Freitagabend überreicht bekamen“, schildert LJ-Leiterin Anita Scharner.

Aber dann waren in den nächsten 42 Stunden 25 bis 30 LJ-Mitglieder am Werken, um den Platz rund um die Ursprungsquelle zu einem schmucken Erholungs-platz entlang des Via Aqua umzugestalten. „Dazu war einiges an Arbeit nötig. Denn als wir am Freitag hierher gekommen sind, hat man die Grotte vor lauter Stauden kaum mehr gesehen“, sagt Scharner.

Selbst einige Regenschauer konnten die LJ-Mitglieder nicht von ihrem Tatendrang abhalten. Bis Sonntagnachmittag waren das Platzerl vor der Grotte verschönert, neue Geländer errichtet und Sitzplatzmöglichkeiten geschaffen. Einer gemütlichen Wanderpause steht damit nun nichts mehr im Wege.

Das Holz für die Arbeiten sponserte Stadtrat Werner Ratay, der bei der Präsentation genauso wie Bürgermeister Franz Aigner, Stadtrat Franz Jagetsberger und Gemeinderat Franz Schagerl und LJ-Beirat Johannes Baumgartner auch persönlich anwesend war.