Kurz zu NÖ Bauernbund über Mercosur: "Mit uns nicht". In einem Arbeitsgespräch mit Bundeskanzler Sebastian Kurz nahm die NÖ Bauernbundspitze um Obmann LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf und Direktor Paul Nemecek die Gelegenheit war, über aktuelle Themen in der Agrarpolitik zu sprechen. Dabei gab es von Bundeskanzler Kurz eine klare Absage zum Mercosur-Abkommen.

Von Red. Erlauftal. Erstellt am 07. Dezember 2020 (09:35)
Bundeskanzler Sebastian Kurz im Gespräch mit der NÖ Bauernbundspitze Stephan Pernkopf (rechts) und Paul Nemecek (links).
Glaser/NÖBB

Zum großen europäischen Thema Mercosur-Abkommen sagte Kanzler Kurz: „Ich bin ein Befürworter von einem gut organisierten, gerechten und fairen Freihandel. Aber man muss sich bei jedem Abkommen ansehen, ob es Sinn macht. Mercosur ist eines, das wir definitiv nicht unterstützen, weil wir sehr viele negative Facetten sehen, insbesondere für unsere heimische Landwirtschaft. Daher wird es das mit uns nicht geben“, betonte Kurz.

„Es freut uns, dass wir mit Sebastian Kurz einen starken Partner für die Landwirtschaft haben. Dem österreichischen Nein haben sich nach einer negativen Abstimmung zum Mercosur-Abkommen auch das EU-Parlament und viele weitere europäische Länder angeschlossen. Gemeinsam und geeint werden wir weiter an einer breiten Partnerschaft für die Landwirtschaft arbeiten“, sagen Pernkopf und Nemecek.

Thema beim Arbeitsgespräch im Kanzleramt waren auch die Entwicklungen rund um den Gastro-Lockdown und den sinkenden Preisen für landwirtschaftliche Produkte wie Rind- oder Schweinefleisch.

Als erste Maßnahme wurden von der Bundesregierung Schritte in der Beschaffung für öffentliche Einrichtungen gesetzt. „Nach dem Bundesheer, dass in Zukunft den österreichischen Soldaten auch österreichische Lebensmittel zur Verfügung stellt, werden weitere Einrichtungen folgen“, freuen sich Pernkopf und Nemecek.