Wieselburger Valentin Seiringer mit 23 unter Top 30 Landwirten

Erstellt am 15. Juni 2022 | 05:22
Lesezeit: 3 Min
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Wie der Vater so der Sohn – Hubert Seiringer mit Sohn Valentin Seiringer, der für den CeresAward 2022 nominiert ist.
Foto: weinfranz.at
Nominiert für den CeresAward: Valentin Seiringer macht seinem Namen alle Ehre.
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Vater Hubert Seiringer gilt seit über zwei Jahrzehnten als Pionier und Innovationsgeist am Sektor Kompostierung. Nun tritt sein 23-jähriger Sohn Valentin in seine Fußstapfen. Valentin Seiringer hat sich in der Kategorie Ackerbauer für den CeresAward 2022 qualifiziert. Er zählt damit bereits zu den 30 besten Landwirten im deutschsprachigen Raum.

„Dass ich, als kleiner österreichischer Jung-Landwirt, mit meinem bodenaufbauenden Bio-Ackerbau Konzept ins Finale des großen deutschen Ceres Award gekommen bin, hat mich etwas überrascht und auch sehr gefreut. Mit welchen Strategien wir in unseren Böden mehr CO₂ und Wasser speichern können, ist für die Lebensmittelsicherheit, die Bekämpfung des Klimawandels und ebenso auch für den Erosionsschutz entscheidend. Ich hoffe, dass mit einem Sieg meines Konzeptes beim CeresAward im Oktober mehr Landwirte einen Fokus auf den Bodenaufbau legen“, sagt der 23-Jährige, der am Freitag von seiner Nominierung erfahren hat, gegenüber der NÖN.

Ob er am 12. Oktober in Berlin mit dem Sieg in ihrer Kategorie ausgezeichnet oder sogar zum „Landwirt des Jahres“ gekürt werden, entscheiden fachkundige Juroren, welche die Kandidatinnen ab jetzt auf ihren Höfen besuchen und bewerten. Der mit 20.000 Euro dotierte Preis ist die höchste Auszeichnung in der Landwirtschaft im deutschsprachigen Raum und wird in diesem Jahr zum neunten Mal verliehen.

Der Humusaufbau hat für Valentin Seiringer oberste Priorität, seit er vor vier Jahren in den biologischen Ackerbaubetrieb eingestiegen ist. Da die Flächen des Betriebs humusarm waren, entwickelte er ein Konzept, um die Böden des Betriebs wieder fruchtbarer zu machen. Dazu gehören pflugloser Anbau, flache Bodenbearbeitung und ein immergrünes Ackerbaukonzept.

Damit will der junge Landwirt aus Wieselburg dem Klimawandel trotzen und die Bewirtschaftung nachhaltiger machen. Über dem regenerativen Ackerbau verliert Seiringer die Rentabilität seines Betriebs nicht aus dem Blick. Denn für Seiringer bedeutet nachhaltiger Ackerbau, gesunde Böden und gesunde betriebswirtschaftliche Kennzahlen miteinander zu verbinden.

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