Felsbrocken schlug drei Meter neben Schlafzimmer ein

Erstellt am 25. Februar 2022 | 13:46
Lesezeit: 2 Min
Mit dem Schrecken davon kam die Familie Schmid aus Langau (Gemeinde Gaming). Ein rund drei Tonnen schwerer Felsbrocken riss sie am Freitag gegen 4.30 Uhr früh aus dem Schlaf.
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„Wir sind durch ein lauten Aufprall geweckt worden. Meine Frau hat geglaubt, ein Auto wäre ins Haus reingefahren. Dann haben wir aus dem Fenster geschaut und diesen riesigen Felsbrocken auf der Terrasse liegen gesehen – und das nur rund drei Meter neben dem Schlafzimmer“, schildert Gerhard Schmid aus Langau im NÖN-Telefonat.

Wie sich später am Freitagvormittag bei einer Begehung mit einem Geologen herausstellte, hatte sich auf dem Hang oberhalb des Hauses der Familie Schmid dieser rund drei Tonnen schwere Felsbrocken aus einer Abbruchstelle eines abgestorbenen Baumes gelöst. „Die Witterung dürfte jetzt dazu geführt haben, dass dieser Felsbrocken ins Rollen kam. Zum Glück hat er unser Haus nicht getroffen“, schildert Schmid.

Schon 1978 sei es bei einem Nachbarn zu einem ähnlichen Vorfall gekommen. Seit damals war es aber ruhig. „Und ich hoffe, es bleibt die nächsten 40 Jahre wieder ruhig. Denn ein zweites Mal müssen wir nicht unbedingt so unsanft aus dem Schlaf geweckt werden“, sagt Gerhard Schmid.

Keine Gefahr in Verzug, dennoch Kontrollauftrag

Der Geologe der Behörde bestätigte Schmid, dass grundsätzlich keine Gefahr in Verzug sei und man mit ähnlichen Vorkommnissen nicht weiter rechnen müsse. Aber dennoch werde das Land Niederösterreich Christoph Reiterer von der Reiter Felssicherung GmbH aus Lunz damit beauftragen, den Hang genauer unter die Lupe zu nehmen und eventuelle Risikostellen abzusichern.

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