Papamonat wird im Bezirk immer beliebter. Mehr Väter nehmen sich Auszeit für ihr Kind. Ab 1. September gibt es Neuerungen.

Von Claudia Christ. Erstellt am 27. August 2019 (03:46)
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ÖGB will "Papa-Monat" für alle
APA (dpa)

Der Papamonat wird im Bezirk Scheibbs immer öfter in Anspruch genommen. Das bestätigt Arbeiterkammer-Experte Dietmar Gundacker: „Bis dato hatten Väter nur Anspruch auf das Papamonat, wenn diese im Kollektivvertrag oder durch Betriebsvereinbarung geregelt war“, betont er und verweist auf den neuen Rechtsanspruch, der ab 1. September in Kraft tritt.

Experte Dietmar Gundacker von der AK Scheibbs informiert über die Neuerungen beim Papamonat.
Christ

Danach haben Väter für Geburten ab dem 1. September einen gesetzlichen Anspruch auf Familienzeit, wenn diese spätestens drei Monate vor dem errechneten Geburtstermin beim Dienstgeber bekannt gegeben wird. „Für Geburten bis zum 30. November gilt eine verkürzte Vorankündigungsfrist. Wird diese Frist versäumt, erlischt der Anspruch auf die Freistellung“, erklärt Gundacker. Während des Papamonats sind die Dienstnehmer vom Dienst freigestellt und erhalten kein Entgelt vom Dienstgeber. „Väter können während des Papamonats jedoch den Familienzeitbonus beantragen und erhalten rund 700 Euro pro Monat“, so der Experte.

Infos: noe.arbeiterkammer.at

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