Göstlinger Lawinen-Experte übergab sein Amt. 40 Jahre lang war der Göstlinger Pionier Alfred Jagersberger in der Lawinenkommission im Einsatz. Nun übergab er das Amt an seinen Nachfolger Andreas Putz.

Von Claudia Christ. Erstellt am 06. Februar 2021 (06:14)
Bei der alljährlichen konstituierenden Sitzung der Lawinenkommission wurde Alfred Jagersberger verabschiedet (von links): Bürgermeister Fritz Fahrnberger, Alfred Jagersberger, Betriebsleiter Hochkarbergbahn Heinz Huber und Geschäftsführer Hochkarbergbahn Rainer Rohregger.
Georg Perschl

Alfred Jagersberger ist ein wahres Göstlinger Urgestein. Der ehemalige Gastwirt und Skischulenbetreiber und langjährige Höhlenführer am Hochkar war 1980 Gründungsmitglied der Lawinenwarnkommission und Unterkommission Hochkar. Nun legte der 76-Jährige sein Amt nach 40 Jahren im Rahmen der alljährlichen Sitzung zurück.

„Alfred war mit Leidenschaft und vollem Engagement all die Jahre dabei“, lobte Vorsitzender, Bürgermeister Friedrich Fahrnberger den unermüdlichen Einsatz von Jagersberger und überreichte dem scheidenden Mitglied auch im Namen von Vertretern der Hochkar Bergbahnen, Rainer Rohregger und Betriebsleiter Heinz Huber, als Anerkennung eine Urkunde und einen Geschenkkorb.

Jagersberger wiederum kann sich an einige Lawinenabgänge am Hochkar erinnern. „Im Jahr 1986 ging eine große Lawine vom K-Lift ab. 16.000 Kubikmeter Schnee donnerten vom Kar hinunter ins Tal. Glücklicherweise wurde niemand verletzt“, erzählt er. Im Jahr darauf wurde die Lawinenverbauung, die bis heute besteht, im Draxlerloch gebaut. Dadurch konnten die Abgänge massiv reduziert werden. Auch an einige Einsätze auf der Hochalpenstraße kann sich Jagersberger noch immer genauestens erinnern.

Die Göstlinger Lawinenkommission setzt sich aus 14 Mitgliedern zusammen. „Wir waren uns stets in allen Punkten einig, denn in erster Linie geht es ja immer um die Sicherheit der Menschen“, betont Jagersberger.