Eisenstraße: Kampf gegen Leerstände

Erstellt am 27. Januar 2022 | 06:47
Lesezeit: 3 Min
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In Randegg gaben die zwölf Projektgemeinden und die Projektpartner riz up und Wirtschaftskammer Niederösterreich den Startschuss für das Eisenstraße-Kooperationsprojekt „Gründung findet Stadt 2.0“, von links, 1. Reihe: WKO-Bezirksstellenobmann Gottfried Pilz (Amstetten), Bürgermeister Harald Riemer (Purgstall), WKO-Bezirksstellenobfrau Erika Pruckner (Scheibbs), Bürgermeisterin Claudia Fuchsluger (Randegg), Bürgermeisterin Renate Rakwetz (Gaming), Wirtschaftsstadtrat Josef Lechner (Wieselburg), Eisenstraße-Obmann Bürgermeister Werner Krammer (Waidhofen/Ybbs) und Bürgermeisterin Manuela Zebenholzer (Hollenstein); 2. Reihe: Eisenstraße-Projektleiterin Bettina Rehwald, Bürgermeister Josef Schachner (Lunz am See), riz up-Gründungsberater Philipp Baumgartner, Bürgermeister Franz Aigner (Scheibbs), Bürgermeister Friedrich Fahrnberger (Göstling), Vizebürgermeister Johannes Buchebner (Gresten), Bürgermeister Gerhard Lueger (Ybbsitz), geschäftsführende Gemeinderätin Anita Eybl (Ybbsitz), Maria-Anna Kupfer und Jürgen Schornsteiner (Eigentümer von Glasfaser Bau Schornsteiner und Gastgeber der Foto-Location) sowie Bürgermeister Thomas Raidl (Sonntagberg).
Foto: Claudia Christ
Zwölf Gemeinden der Eisenstraße NÖ setzten den Startschuss für die Wiederbelebung von Leerflächen.
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Das LEADER-Projekt „Gründung findet Stadt“ geht in die Fortsetzung. Waren ursprünglich in den vergangenen Jahren „nur“ die Gemeinden Wieselburg, Purgstall, Scheibbs und Waidhofen/Ybbs bei dem LEADER-Projekt dabei, so erfolgte am Donnerstag der offizielle Startschuss für die neue Projektphase in Randegg mit Vertretern von zwölf Mitgliedsgemeinden der Eisenstraße Niederösterreich.

In Randegg hat Jürgen Schornsteiner und seine Partnerin Maria-Anna Kupfer ein erfolgreiches Paradebeispiel verwirklicht und das ehemalige Autohaus im Ortszentrum erworben und wieder mit Leben erfüllt. Insgesamt fünf Firmen haben in den Räumlichkeiten hier ihren neuen Standort gefunden. „So soll es sein, denn es gibt nichts Schlimmeres für eine Gemeinde, als leer stehende Gebäude an der Hauptstraße“, meint Randeggs Bürgermeisterin Claudia Fuchsluger.

In den kommenden beiden Jahren kooperieren die zwölf Eisenstraße-Gemeinden, um gemeinsam Leerstände in Ortszentren zu minimieren und die Gründerquote im Erlauftal und Ybbstal zu erhöhen. Bis zu 28 Gründer werden mit Sachleistungen von bis zu 5.000 Euro unterstützt. Gründer können sich ab sofort online unter www.gruendungfindetstadt.at bewerben. Auch ein regionales Leerflächenmanagement wird in den kommenden Monaten aufgebaut. „Vieles bleibt gleich und noch mehr wird neu“, betonte Eisenstraße-Obmann Werner Krammer. „Das umfassende Unterstützungspaket für die Gründer hat sich bewährt. Jedoch streben wir ein professionelleres und vor allem gesamtheitliches Leerflächenmanagement an. Am meisten freut uns, dass wir von vier auf zwölf Projektgemeinden gewachsen sind.“ Gaming, Göstling, Gresten, Hollenstein, Lunz am See, Randegg, Sonntagberg und Ybbsitz gesellen sich zu den vier bisherigen Standortgemeinden Purgstall, Scheibbs, Waidhofen an der Ybbs und Wieselburg hinzu. Auch das riz up und die NÖ Wirtschaftskammer sind wieder als professionelle Projektpartner bei der Gründerinitiative mit an Bord.

Unterstützung in allen Belangen

Die Gründer erhalten neben der finanziellen Unterstützung in den Bereichen Marketing, Foto, Video und Ladenkonzeption auch Tipps bei der Suche einer geeigneten Geschäftsfläche. Sie profitieren zudem von der kostenlosen Öffentlichkeitsarbeit über die Marketing-Plattform von „Gründung findet Stadt“.

Eine Anmeldung ist laufend bis Mai 2023 unter www.gruendungfindetstadt.at möglich. Innerhalb von vier Wochen erhalten die Bewerber eine Rückmeldung. Danach wird eine Jury-Sitzung einberufen, bei der entschieden wird, ob der jeweilige Standortgründer zum Projekt aufgenommen wird.

Über das im Aufbau befindliche Leerflächenmanagement können künftig auf jeder der zwölf Gemeinde-Websites und unter www.gruendungfindet stadt.at leer stehende Geschäftsobjekte und Flächen abgefragt werden. Auch Immobilienmakler und Besitzer einer Immobilie haben die Möglichkeit, die Plattform als Präsentationsfläche zu nutzen. „Die Themen Leerstände und die Belebung unserer Ortskerne waren, sind und werden immer Priorität haben. Umso schöner ist es, dass auf dem System des vergangenen Projektes aufgebaut und dieses auch stetig weiterentwickelt wird“, freut sich Eisenstraße-Obmann-Stellvertreter Bürgermeister Franz Aigner beim Projektstart.

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