Ein Lift feiert seinen 50er

Am 19. Dezember 1971 wurden die Maiszinken-Lifte eröffnet. Nach anfänglichen Problemen ist das Skigebiet bei Jung und Alt beliebter denn je.

Erstellt am 17. Dezember 2021 | 15:10
Lesezeit: 2 Min

Perfekte Bedingungen lockten am Wochenende über 1.000 Wintersportler auf den Lunzer Hausberg. „Viele haben hier schon das Skifahren gelernt“, weiß Geschäftsführer und Vizebürgermeister Johann Strohmayer. Und das wird sich auch im 50. Jubiläumsjahr des Naturschnee-Skigebietes nicht ändern.

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Rückblick: Am 19. Dezember 1971 wurden der Skilift der Lunzer und das in Rekordzeit gebaute Berghaus Zinken unter großer Anteilnahme der Bevölkerung vom damaligen Landeshauptmann Andreas Maurer feierlich eröffnet. Was fehlte, war der Schnee. Der Lift war im ersten Winter nur wenige Tage in Betrieb und bescherte gleich im ersten Jahr ein Defizit.

Und Frau Holle meinte es auch weiter nicht besonders gut mit den Lunzern, denn bereits acht Jahre nach der Eröffnung wurde die defizitäre Skibetriebsgesellschaft aufgelöst. Verluste von rund 10 Millionen Schilling standen im Raum. Diese entstanden durch die geringen Betriebstage von nur durchschnittlich 74 pro Winter.

1988 fand sogar eine Volksbefragung über die Weiterführung der Lifte statt: 602 Stimmen sprachen sich für die Weiterführung aus, 135 Personen für die Einstellung.

Seit diesen Tagen hat das kleine Skigebiet nichts an Beliebtheit eingebüßt. „Die Einfachheit und das familiäre Ambiente sind es vielleicht, was die Besucher bei uns schätzen“, vermutet Strohmayer, „und das wollen wir noch lange so erhalten.“ Übrigens: Mehr Geschichtliches über den Lift und Fotoraritäten hat Johann Sieberer in einer kleinen Schau auf der Johannesbrücke ausgestellt.