Finale Vergabe für neue Begegnungszone fixiert. Bau- und Pflasterarbeiten für die neu entstehende Lunzer Begegnungszone fixiert. Die Arbeiten beginnen in Kürze.

Von Claudia Christ. Erstellt am 10. Juli 2020 (05:49)
Trotz lebhafter Diskussionen, bei der Auftragsvergabe der zu vergebenden Pfalsterarbeiten für die Begegnungszone herrschte am Donnerstag im Lunzer Gemeinderat Einigkeit.
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Bei der ersten Gemeinderatssitzung nach dem Corona-Lockdown gab es für die Mitglieder einiges abzuarbeiten. Insgesamt 18 Punkte standen auf der Tagesordnung. Hauptthema bildete die Begegnungszone. Bis Ende des Jahres sollen die Bauarbeiten an dem 1,2 Millionen Euro-Projekt mitten im Ortszentrum abgeschlossen sein. Hierzu wurden die weiteren Aufträge für die Pflasterarbeiten über 200.116 Euro und 330.322 Euro für Straßenbauarbeiten in diesem Abschnitt an die Firma Hasenöhrl einstimmig vergeben.


Für Einwände der SPÖ sorgte das Übereinkommen mit der Straßenbauabteilung NÖ bezüglich der Erhaltung des 200 Meter langen Abschnittes der Landesstraße, der die Belebungszone quert. Auf diesem Teilstück soll eine verschleißresistente halbstarre Decke angebracht werden. Die Vereinbarung sieht vor, dass das Land mit einer Einmalzahlung von 15.000 Euro sämtliche Kosten der Erhaltung und die Haftung für Schäden an die Gemeinde überträgt. SP-Fraktions-Obmann Andreas Danner kritisiert: „Das kommt einem Diktat gleich. Es kann ja wohl nicht sein, dass wir etwas besser machen wollen und das Land sagt dann einfach, ihr übernehmt dafür die Haftung.“


Bürgermeister Schachner versicherte, er habe diesbezüglich bereits drei mal verhandelt: „Die Haftung betrifft nur fünf Zentimeter der Decke. Wenn wir nach einigen Jahren aufgraben müssen, dann müssen wir halt dafür bezahlen. Aber so eine Asphaltdecke hält ja mindestens an die 30 Jahre und der Unterbau ist in einem guten Zustand“. Der Beschluss wurde mit den Stimmen der ÖVP beschlossen. Die SPÖ-Fraktion stimmte einheitlich dagegen.


Als weitere Schritte soll nach einer Begehung ein Bauzeitplan erstellt werden, der bei der nächsten Sitzung dem Gemeinderat Ende Juli ebenso wie die weiteren Auftragsvergaben für Bepflanzung und Pflastersteine, vorgelegt werden soll. „Die bauliche Fertigstellung der neuen Begegnungszone ist bis Jahresende mit der Bepflanzung der Bäume geplant. Die Feinbepflanzung wird erst 2021 durchgeführt“, informiert Projektleiter Adi Graf.


SPÖ vermisst Konzept für Museumsbahn

Grund zur Diskussion gab es auch beim Punkt „Nutzungsvereinbarung mit der NÖVOG, NÖLB und Schienenradl“. Die Gemeinde beteiligt sich wie alle Ybbstaler Gemeinden mit jährlich 6.500 Euro Mitgliedsbeitrag auch an der Reaktivierung der Museumsbahn zwischen Kienberg und Gaming. Die Strecke soll in den kommenden Jahren um 1,3 Millionen Euro saniert werden. „Mir fehlt da ein Gesamtkonzept mit einer konkreten Kostenschätzung und der Mehrwert für den Tourismus.

Zudem fährt die Dampflok durch Siedlungsgebiete, was eine Beeinträchtigung für die Bewohner bedeuten werde. Danner sprach sich stattdessen für den Ausbau des Radweges in diesem Bereich aus. „Die Dampflok soll nur einmal pro Monat fahren. Natürlich muss sich daneben auch ein Regelbetrieb entwickeln“, informiert der Ortschef. Der Punkt wurde mit der Gegenstimme von Bernhard Paumann (SP) beschlossen.