Osterzeit ist Theaterzeit. Am Ostersonntag war es wieder so weit: Die Theatergruppe Lunz lud zur Premiere des Stücks „Der verkaufte Großvater“ von Anton Hamik ins Lunzer Pfarrheim ein.

Erstellt am 05. April 2018 (05:00)

Ein Stück rund um die listigen Pläne eines Großvaters (Daniel Metz), der es, wie es scheint, nur darauf anlegt Unruhe am Hof zu stiften. Ein Großvater der die Magd Zenz (Bianca Janker) mit einer toten Maus erschreckt, seinen Enkel Lois (Veronika Schnabel) bei der Erdäpfelernte zur Verzweiflung bringt und seinen Schwiegersohn, den armen Kreithofer-Bauern (Manuel Schachinger), dazu bringt, ihn an den reichen Haslinger-Bauern (Franz Heigl) zu verkaufen.

Doch warum möchte der Haslinger-Bauer unbedingt einen Großvater kaufen? Zur Unterhaltung seiner Frau Nanni (Judith Pechhacker) etwa? Und warum will der Haslinger-Bauer, der sich einen Knecht namens Martl (Thomas Helmel) leisten kann, der das Arbeiten nicht erfunden hat, seine Tochter Ev (Ina Diehl) mit dem Lois, dem Sohn des armen Kreithofer-Bauer, verheiraten? Was hat es damit auf sich? Soviel sei verraten: Bei so einem Großvater möchte man einfach „den Hut draufhaun“ – oder doch gleich die ganze Hutablage.

Bei der Premiere wurde der dreimalige ungewollte Absturz der Hutablage von Mal zu Mal kreativer und lachmuskelstrapazierender in die Darstellung eingebaut. Durch diese sympathische Spontanität, aber auch durch gekonnte regionale Anpassungen des Stücks und offensichtliche Freude am Schauspielern sorgte die Theatergruppe Lunz für ein geselliges Beisammensein mit Lachgarantie.

Wer das nicht verpassen möchte, hat Glück. Es gibt noch Karten für die Vorstellungen am 7. und 14. April. Kartenreservierung bei INKA am Kirchenplatz in Lunz am See. Eintritt: 7 Euro (Erwachsene), 5 Euro (Kinder).