Schloss Seehof unter Denkmalschutz gestellt. Das Schloss Seehof wurde wegen seiner geschichtlichen Bedeutung unter Denkmalschutz gestellt.

Von Claudia Christ. Erstellt am 31. Oktober 2020 (12:33)
Seit 1897 ist das Schloss Seehof in Lunz im Besitz der Familie Kupelwieser.
Christ

Auf den ersten Blick mag das Schloss Seehof für so manchen unscheinbar wirken. Näher betrachtet erweist es sich jedoch als ein unwiederbringliches historisches Juwel. Ein Juwel, das auch das Bundesdenkmalamt als solches erkannte und es für schützenswert hält.

Der Privatbesitz der Familie Kupelwieser wird als Forstbetrieb geführt. „Unser Gebiet umfasst 2.957 Hektar Wald, dazu kommen Fischereirechte, E-Werke sowie die Jagd- und Gasthaus-Vermietung“, sagt Bernd Purtischer, der Geschäftsführer der Forstverwaltungs GmbH & Co.KG. Die Geschichte des Schlosses reicht rund 700 Jahre zurück. Bereits 1367 wird ein „Hof bey dem See“ genannt. 1490 wurde erstmalig der „Seehof“ erwähnt und dürfte damals als Meierhof der Kartause Gaming gedient haben. Nach dem Erwerb des Gutes Seehof von Gabriel Graf Festetitis de Tolna durch Dr. Karl Kupelwieser im Jahr 1897 ließ dieser zahlreiche Baumaßnahmen einleiten. Nach dem Zweiten Weltkrieg führte Peter Kupelwieser das Gut Seehof weiter. „Ursprünglich waren nur die beiden Seitenteile des Schlosses vorhanden. Mein Urgroßvater hat 1890 das Schloss gekauft und den Mittelteil von Architekt Richard Frauenfeld erbauen lassen“, erzählt Hans Kupelwieser. Der Grafiker und Bildhauer ist hier geboren und lebt selbst in den historischen Gemäuern. „Wir bemühen uns sehr, dass wir das Schloss erhalten. Mit dem Denkmalschutz sind uns jetzt aber die Hände gebunden. Ein Umbau ist nicht mehr möglich“, sagt der Künstler, der sich selbst gerade ein neues Atelier hier einrichtet.

Das Schloss wurde aufgrund seiner geschichtlichen, künstlerischen und kulturellen Bedeutung im Sinne einer Teilunterschutzteilung wegen öffentlichen Interesses an der Erhaltung unter Denkmalschutz gestellt. Unter anderem betrifft das die Außenfassade, den Gewölbeteil und den Brunnen im Ehrenhof.