Lunz am See

Erstellt am 18. Juni 2018, 14:05

von NÖN Redaktion

Seewasser für die Forschung. Insgesamt 16.000 Liter Wasser wurden für die Ursachenforschung sowie die Erforschung der Auswirkungen des Klimawandels aus dem Lunzer See geschöpft.

Die FF Lunz am See im Einsatz für internationale Forschung am WasserCluster Lunz, von links: David Murray von der Universität von East Anglia, Christian Preiler vom WasserCluster Lunz sowie Gerhard Schmid und Adolf Buder von der FF Lunz am See.  |  Wassercluster Lunz

„Wasser marsch!“, hieß es kürzlich in Lunz. Vier Tankwägen voll, rund 16.000 Liter Seewasser, wurden mithilfe von Adolf Buder und Gerhard Schmid von der Freiwilligen Feuerwehr Lunz in 40 sogenannte Mesokosmen des WasserCluster Lunz gefüllt.

Diese experimentellen Anlagen dienen im Allgemeinen dazu, Realbedingungen zu simulieren und gezielt die Auswirkungen der Änderung einzelner Parameter zu erforschen. Aktuell werden die Auswirkungen des Klimawandels, konkret die Veränderung des Parameters Temperatur, auf Planktongemeinschaften, die Kleinorganismen des Wassers untersucht.

Beim Befüllen der Mesokosmen, von links: Annett Endrédi von der Ungarischen Akademie der Wissenschaften, Ioannis Tsakalakis von der Universität Oldenburg und Marina Ivanković vom WasserCluster Lunz.  |  NOEN, WasserCluster Lunz

Plankton steht am Anfang der Nahrungskette und nimmt so eine Schlüsselrolle für viele Lebewesen in aquatischen Ökosystemen wie Seen, Flüssen oder Auen ein. Das aufgebaute Experiment im Rahmen des Projekts „Aquacosm-Netzwerk führender europäischer AQUAtischer MesoCOSMen-Anlagen von der Arktis bis zum Mittelmeer“, wird unter der Leitung von Csaba Vad und Robert Ptacnik vom WasserCluster in Lunz durchgeführt. Das ermöglicht acht Wissenschaftlern aus unterschiedlichen Nationen, sich in dieses Forschungsfeld einzubringen.

Gemeinsam wird erforscht, wie Plankton auf Hitzestress reagiert und zugleich, ob Artenvielfalt (Biodiversität) den Stress und dessen Auswirkungen ausgleichen oder abfangen kann. Doch auch auf regionale Zusammenarbeit wird am WasserCluster Lunz gesetzt. „Das Team der Lunzer Freiwilligen Feuerwehr hat hier die Forschung abermals ausgezeichnet unterstützt“, so der Arbeitsgruppenleiter Robert Ptacnik.