WeltNaturerbezentrum: Erste Pläne präsentiert. Nach der Aufnahme von Wäldern im niederösterreichischen Wildnisgebiet Dürrenstein und im oberösterreichischen Nationalpark Kalkalpen ins UNESCO-Weltnaturerbe wird in Lunz am See (Bezirk Scheibbs) ein Weltnaturerbe-Zentrum errichtet.

Von Redaktion NÖN.at und Redaktion, APA. Erstellt am 24. Januar 2018 (13:32)
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Die Pläne wurden am Mittwoch in St. Pölten präsentiert. Bis Sommer soll eine Fundraisingaktion beendet sein und danach die Umsetzung starten. Laut Landeshauptfrau-Stellvertreter Stephan Pernkopf (ÖVP) gibt es eine Zusage über 2,5 Millionen Euro von der öffentlichen Hand über EU- und Landesmittel. Weitere 2,5 Millionen Euro sollen über private Sach- und Geldspenden dazukommen.

Der Ehrenpräsident des Umweltdachverbandes Gerhard Heilingbrunner stelle nun ein Kuratorium zusammen, für das bereits u.a. Raiffeisen-Manager Erwin Hameseder, ORF-Wettermoderatorin Christa Kummer und Ex-Skirennläuferin Kathrin Zettel Unterstützung zugesagt haben, berichtete der Landespressedienst.

Für die Bauphase sind eineinhalb bis zwei Jahre eingeplant. Das Gebäude mit 1.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche soll in Holzbauweise und mit Materialien wie Naturstein errichtet werden. Miteinander verschmolzene Kuben sollen die Ordnung innerhalb der Willkür der Natur simulieren, erklärte Architekt Christoph Maurer vom Architekturbüro Maurer & Partner. Im Außenbereich ist u.a. ein Kinderspielplatz vorgesehen.

Das Zentrum werde sich zwar mitten in Lunz am See befinden, aber ein Projekt für die gesamte Region werden, sagte Pernkopf - "als neue Anlaufstelle für das Natur-Erleben in Niederösterreich". Durch die internationale Dimension des geplanten Baus erwartet Heilingbrunner sowohl zahlreiche Besucher als auch Experten als dem In- und Ausland.

Wälder im Wildnisgebiet Dürrenstein wurden im Juli 2017 gemeinsam mit Wäldern im Nationalpark Kalkalpen in Oberösterreich als Teile des UNESCO-Weltnaturerbes "Alte Buchenwälder und Buchenurwälder der Karpaten und anderer Regionen Europas" aufgenommen. Es handelt sich um das erste österreichische UNESCO-Weltnaturerbe.