Narzissenfieber im ganzen Tal. Blütenreicher Festreigen: Premiere der „Ybbstaler Narzissenblüte“ lockte über 1.300 Besucher an.

Erstellt am 18. Mai 2015 (12:07)
NOEN, Ludwig Fahrnberger
Stimmungsvoll begann die »Ybbstaler Narzissenblüte« mit einem Fest auf der Lunzer Seebühne - moderiert von Gärtnermeister Hannes Käfer. Chöre und Gruppen der fünf Gemeinden, darunter der Lunzer VS-Chor, traten auf.

Glückliche Gesichter bei den Veranstaltern der „Ybbstaler Narzissenblüte“. Der heuer erstmals organisierte touristische Festreigen in den Gemeinden Lunz am See, Göstling an der Ybbs, St. Georgen am Reith, Hollenstein an der Ybbs und Opponitz lockte zwischen Donnerstag und Sonntag über 1.300 Besucher an.

Hinzu kommen jene Gäste, die auf eigenen Pfaden die sternförmigen Blumen aufsuchten. Alleine beim Narzissenwandertag in Opponitz schnürten rund 600 Wanderfreunde die Schuhe – so viele wie noch nie im Laufe der 15-jährigen Geschichte des Wandertags.

Eröffnung mit Gruppen aus den fünf Orten

„Heuer hatten wir nach der hochwasserbedingten Absage im Vorjahr halbwegs Glück mit dem Wetter. Wir freuen uns riesig, dass die Veranstaltungsidee auf so viel Interesse gestoßen ist und dass der botanischen Schönheit der Narzisse damit eine Plattform gegeben wird“, berichtet Barbara Eigner vom Tourismusverein Lunz am See, die als „kreativer Geist“ die „Ybbstaler Narzissenblüte“ gemeinsam mit ihren Kollegen aus den Nachbarorten geplant hatte.

Stimmungsvoll begann die „Ybbstaler Narzissenblüte“ mit einem Fest auf der Lunzer Seebühne. Chöre und Gruppen aus den fünf Orten – darunter der Lunzer Volksschulchor, die Familienmusik Schnabel aus Lunz, „d’Schneidgeher“ aus Göstling, die Gamsstoana Schuhplattler aus Hollenstein und die Weisenbläser der Blasmusik Kogelsbach – begeisterten und überraschten das Publikum.

Moderator und Gärtnermeister Hannes Käfer verriet Wissenswertes über die Narzisse und begrüßte auch NÖ Mostkönigin Petra Steinauer aus Opponitz sowie Gemeindevertreter zum Interview.

Gemeindefiguren aus 5.186 Krepp-Narzissen

Einer der Höhepunkte war die Vorstellung der fünf Gemeindefiguren, die aus insgesamt 5.186 Krepp-Papiernarzissen geformt wurden. Dabei bewiesen die Gemeinden gemeinsam mit den örtlichen Schulen und vielen Helfern Kreativität: St. Georgen am Reith stellte etwa sein Wahrzeichen, den Düker über die Ybbs, im Maßstab 1:32 dar. Hollenstein an der Ybbs formte das neue Gemeindelogo „Natur-Genuss-Berg“, Lunz am See einen Schwan, Göstling einen Schneemann und Opponitz eine Forelle.

Volles Haus herrschte dann auch am Freitag beim Narzissensaunafest im Ybbstaler Solebad in Göstling, bei dem Blütenaufgüsse auf die Saunagäste warteten.

Mit dem E-Mountainbike und unter fachkundiger Anleitung von Herbert Zebenholzer ging es am Samstag vom Treffenguthammer zu den schönsten Narzissenwiesen in Hollenstein an der Ybbs. Die Schmiede tischten Köstlichkeiten auf - und halfen gerne und humorvoll beim „Narzissenschmieden“.

Go-Kart-Fahren und Narzissenmalen in St. Georgen

In St. Georgen wiederum tobten sich die Kinder beim Zielspritzen, Go-Kart-Fahren und Narzissenmalen im Zeughaus Kogelsbach aus. Glänzender Schlusspunkt war der Narzissenwandertag am Sonntag in Opponitz, der an abertausenden blühenden Narzissen vorbeiführte.

Nach dem großen Auftakterfolg hegen die Veranstalter aus den fünf Ybbstaler Gemeinden bereits Pläne für die „Ybbstaler Narzissenblüte 2016“. Als Partner stehen Eisenstraße Niederösterreich und Mostviertel Tourismus zur Seite.

Kleiner Tipp: Bis Ende Mai erhalten Kinder bis 14 Jahre bei Vorlage eines selbst gezeichneten oder gebastelten Narzissenbildes einen Gratis-Eintritt im Ybbstaler Solebad.