Ybbstal im Zeichen der Narzissen. Zum vierten Mal laden fünf Gemeinden von 19. bis 21. Mai zum Fest der Ybbstaler Narzissenblüte und hoffen auf warmes Wetter.

Von Christian Eplinger. Erstellt am 09. Mai 2017 (05:00)
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Freuen sich auf den Festreigen zur Ybbstaler Narzissenblüte von 19. bis 21. Mai und hoffen auf noch einige warme Tage, damit die Narzissen bis dahin auch tatsächlich blühen, von links, vorne: Bootsvermieter Karl Leichtfried, Tobias Schnabl (Schuhplattler), Flora Aigner, Miriam Mayr (beide Tanzgruppe Lunz), Franz Aigner (Schuhplattler), Braumeister Peter Bruckner (Narzissenbier), Herbert Zebenholzer (Hollenstein); sowie stehend: Musikvereinsobmann Heinz Huber, Birgit Hager, Bürgermeister Martin Ploderer, Barbara Eigner, Christa und Hans Mayr und Karl Landl (Loden Landl).
Christian Eplinger

Ein paar warme Tage in den nächsten beiden Wochen. Das ist die große Hoffnung, die die Organisatoren und Verantwortlichen des Festreigens zur Ybbstaler Narzissenblüte derzeit herumtragen. Denn aufgrund des kalten Wetters und des neuerlichen Wintereinbruchs in den letzten Wochen, rückt die Narzissenblüte im Ybbstal etwas nach hinten im Kalender.

„Waren im Vorjahr durch das schöne Wetter zum Narzissenfest schon einige Narzissenwiesen wieder verblüht, so besteht diese Gefahr heuer sicher nicht. Ein paar warme Tage brauchen wir schon noch, damit zumindest die Narzissenwiesen in den Tallagen aufblühen“, weiß der Lunzer Tourismusvereinsobmann Hans Mayr, einer der Hauptorganisatoren der Ybbstaler Narzissenblüte.

Auftaktveranstaltung auf der Lunzer Seebühne

Dieses Fest findet heuer von Freitag, 19. Mai, bis Sonntag, 21. Mai, zum vierten Mal in den Gemeinden Lunz, Göstling, St. Georgen/Reith, Hollenstein und Opponitz statt, wobei das Festprogramm im ersten Jahr zur Gänze ins Wasser gefallen war. Die große Auftaktveranstaltung mit einer Aufführung des Tanzstücks „Das Lunzer Einhorn“, Auftritten der Schuhplattlergruppe und von Ybbstaler Musikgruppen und Chören findet wieder am Freitagabend ab 17 Uhr auf der Seebühne am Lunzersee statt.

Am Samstag gibt es neben Fahrten mit dem Einhorn-Express sowie Wanderungen mit Naturvermittlern zu den Narzissenwiesen (ab 10 Uhr) und der Eröffnungsfahrt der Neptun (siehe rechts unten) ab 13 Uhr eine Radsternfahrt nach St. Georgen/Reith und Hollenstein, wo im Treffenguthammer Narzissen aus Eisen geschmiedet werden. In Hollenstein gibt es auch musikalische Umrahmung und eine E-Bike-Teststation.

Narzissenwandertag am Sonntag

Am Sonntag verlagert sich das Fest nach Opponitz, zum großen Narzissenwandertag. Von 9 bis 12 Uhr findet der Start für die 21 Kilometer weite Wanderung vorbei an vielen Narzissenwiesen beim Gasthof Bruckwirt statt. Auch das Göstlinger Solebad steht von 15. bis 24. Mai im Zeichen der Narzisse. Kinder bis zwölf Jahre haben bei Vorlage eines selbst gestalteten Narzissenbildes freien Eintritt.

Ein besonderes Highlight in diesem Jahr ist das Schlosskonzert zur Narzissenblüte des Musikvereins Lunz am See im Hof des Schlosses Seehof bei der Familie Kupelwieser. „Wir veranstalten alle drei Jahre unser Schlosskonzert. Heuer haben wir es terminlich so gelegt, dass alle davon profitieren sollten“, sagt Musikvereins-Obmann Heinz Huber.

Bei den sechs deklarierten Narzissenwiesen rund um den Lunzer See, die in zwei Wochen hoffentlich schon alle in Blütenpracht stehen werden, warten auf die Besucher und Wanderer eigens kreierte Fotofenster, die mit der Narzissenblüte auch vom Tal in die höheren Lagen mitwandern werden.

Ein Schuh aus 2.000 Krepppapier-Narzissen

Und selbst wenn wirklich am 19. Mai noch keine Narzissen blühen sollten, haben die Lunzer vorgesorgt. „Unter Leitung der Familien Mayr und Sieberer ist auch heuer wieder ein tolles Kunstwerk aus knapp 2.000 Krepppapier-Narzissen entstanden. Nach der großen Narzisse 2014, dem Schwan und dem Hut 2015 und 2016 steht heuer ein Wanderschuh als Symbol für das Bergsteigerdorf Lunz“, verrät Organisatorin Barbara Eigner vom Tourismusbüro Lunz. www.narzissenbluete.at