Voten für Vifzack-Betriebe. Schulbauernhof in Lunz und Biobauernhof Ort in Lassing sind für Publikumspreis nominiert.

Von Claudia Christ. Erstellt am 11. Juli 2019 (05:23)

Die Landwirtschaftskammer NÖ vergibt heuer erstmalig den Innovationspreis Vifzack. Mit dem Schulbauernhof von Barbara Theuretzbacher in Lunz und dem Biobauernhof Ort der Familie Schrefel sind auch zwei innovative Betriebe aus dem Bezirk Scheibbs mit im Rennen.
Pferde, Ziegen, Hasen und Hühner tummeln sich neben Kühen, Hund und Katzen auf dem Schulbauernhof von Barbara Theuretzbacher.

Seit drei Jahren hat die Lehrerin, die auch das Diplom für tiergestützte Arbeit und Therapiebegleitung erworben hat, in Lunz einen Ort des Lernens, des Verstehens und des Wohlfühlens geschaffen. „Mir ist es wichtig, den Kindern und Jugendlichen die Landwirtschaft näher zu bringen und deren soziale Kompetenzen zu fördern“, betont die Pädagogin.

„Die Kinder können hier einmal ohne Druck mit den Tieren arbeiten und finden so im Alltag Ruhe.“Barbara Theuretzbache

Projekte mit der NMS Lunz, der LFS Gaming  – wo die 46-Jährige auch unterrichtet – sowie Volksschulen haben sie in ihrer Arbeit darin bereits bestätigt: „Die Kinder können hier einmal ohne Druck mit den Tieren arbeiten und finden so im Alltag Ruhe.“ Auch in der Arbeit mit Jugendlichen, die beispielsweise einen Schicksalsschlag in der Familie oder andere schreckliche Dinge erfahren haben müssen, konnten damit schon Erfolge erzielt werden.

Dennoch musste Theuretzbacher anfänglich viel Überzeugungsarbeit leisten: „Es ist gar nicht so einfach, die Leute zu überzeugen, dass dieser Weg sehr wertvoll in der persönlichen Entwicklung sein kann.“
Schauplatzwechsel nach Lassing: Die einheitliche Vermarktung ihres Biobauernhofes war das Ziel von Berthold und Birgit Schrefel.

Im September des Vorjahres eröffnete die Familie neben ihren Ferienwohnungen auch einen neuen Hofladen für ihre Schafmilchprodukte, Most, Apfelsaft, Schnäpse und Liköre aus Eigenerzeugung. „Zuletzt haben wir unser Sortiment durch einige regionale Anbieter noch erweitert“, erklärt der Landwirt.

Um für die Vermarktung dieser Palette ein einheitliches Erscheinungsbild zu schaffen, wurde ein Kommunikationskonzept ausgearbeitet und schlussendlich auch umgesetzt. Online Auftritt, einheitliche Etiketten sowie ein Imagefilm zur Bewerbung waren dabei neben der Beschilderung, Foldern und der Anpassung der Einträge in einer Buchungsplattform nur das Grundkonzept. „ Mittlerweile ist der Prozess abgeschlossen und wir freuen uns, dass sich der Biobauernhof Orth nun als einheitliche Marke mit einheitlichem Logo präsentieren kann“, sagt Schrefel.

Publikum ist zum Voting aufgerufen

Um die beiden Betriebe aus dem Bezirk nun zum Vifzack 2019 und somit zum innovativsten Betrieb NÖ zu küren, ist die Stimme jedes Einzelnen gefragt. Der Startschuss des Publikumsvotings erfolgte bei der Wieselburger Messe. Bis 30. September ist es möglich, seine Stimme für den innovativsten Betrieb unter noe.lko.at/vifzack abzugeben.
Insgesamt 65 Betriebe aus ganz NÖ haben sich beworben und stellen sich mit ihren umgesetzten Ideen der Fachjury. Die Sieger werden im Herbst im Rahmen einer Innovationsgala der Landwirtschaftskammer NÖ gekürt.