Töpperbrücke ist „ergraut“. Nach der Renovierung verblassen Statuen und Geländer zunehmend.

Von Claudia Christ. Erstellt am 28. September 2019 (03:42)
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... der Heilige Florian heute: Nach nur drei Monaten ist die Statue bereits „ergraut“.
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Im Juni wurde die Töpperbrücke in Lunz mit einem Fest feierlich wiedereröffnet. Insgesamt 270.000 Euro wurden in die Sanierung des denkmalgeschützten Bauwerks gesteckt, allein 70.000 Euro flossen in die Restauration der Figuren.

Der Heilige Florian in Schwarz und Gold: So sah die Statue bei der Wiedereröffnung der Töpperbrücke im Juni aus ...
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Diese erstrahlten damals in neuem Farbglanz. Doch jetzt, nach nicht einmal drei Monaten, sehen die Figuren und auch das Brückengeländer überhaupt nicht mehr frisch gestrichen aus. Denn die Lunzer Töpperbrücke „ergraut“ zusehends. „Ich wurde von vielen Menschen aufmerksam gemacht, dass die Heiligen-Figuren ebenso wie das Brückengeländer mit einem unansehnlichen Grauschleier bedeckt sind“, erklärt Bürgermeister Josef Schachner.

Und der Zustand der Oberfläche verschlechtere sich immer weiter. Woran es liegt, dass die Statuen zunehmend an Farbintensität verlieren, darüber kann bislang zur spekuliert werden. „Es ist uns ein Rätsel, aber es kann nur an der Farbe liegen“, mutmaßt der Bürgermeister.

Er ist bereits mit der verantwortlichen Restauratorin aus Wien in Kontakt. Sie war urlaubsbedingt bis zum Redaktionsschluss für eine Stellungnahme für die NÖN nicht erreichbar. Mehr Klarheit soll ein Lokalaugenschein bringen, der am 2. Oktober mit den beteiligten Firmen und dem Bundesdenkmalamt stattfinden wird, um die Ursache der Farbveränderung zu klären und über eine bestmögliche Behebung des Schadens zu beraten. „Im schlimmsten Fall müssen die Heiligen-Fguren wieder abgebaut und saniert werden“, sagt Bürgermeister Schachner.