Barbara Eigner geht in Pension: „Habe Ziel erreicht“. Seit 15 Jahren leitet Barbara Eigner das Tourismusbüro in Lunz am See, als Geschäftsführerin war sie im Tourismusverein tätig. Mit 1. Juli geht sie nun in den Ruhestand.

Von Claudia Christ. Erstellt am 05. April 2020 (03:12)
Barbara Eigner und der Lunzer See – der langjährigen Leiterin des Tourismusbüros war es immer ein Anliegen, die Schönheit des Ortes auch den Gästen zu vermitteln.
privat

Das Lunzer Tourismusbüro war in den vergangenen 15 Jahren das zweite Zuhause von Barbara Eigner.

Als Quereinsteigerin, jedoch mit viel Feingefühl und Optimismus übernahm die gelernte Sozialpädagogin 2004 mit einem kleinen Team, allen voran ihrer langjährigen Mitarbeiterin Birgit Hager, das Tourismusbüro und tat ihres dazu bei, dass sich Lunz im Laufe der Jahre zum Magneten für Sommerfrischler entwickelte.

Nun geht Eigner in Pension. An ihrem letzten offiziellen Arbeitstag vor ihrem Ruhestand, der mit 1. Juli beginnt, kann die 59-Jährige mit Stolz auf ihr Wirken zurückblicken: „Am Beginn meiner Tätigkeit setzte ich mir ein Ziel, nämlich bis zur Pensionierung 40.000 Nächtigungen im Ort zu erreichen. Das Ziel haben wir 2017 dank des heißen Sommers und der vielfältigen Angebote erreicht.“

„Ich setzte mir ein Ziel, nämlich bis zur Pensionierung 40.000 Nächtigungen im Ort zu erreichen. Das haben wir 2017 erreicht.“Barbara Eigner

Projekte und Visionen waren es, die Eigner immer wieder angetrieben haben. Egal ob die Erhebung und Besichtigung der Betriebe, die Erstellung der Gastgebermappen für Gäste, diverse Marketingmaßnahmen – „all diese Dinge habe ich nicht nur als Arbeit gesehen, sondern als gemeinsames Projekt“, sagt sie. Besonders am Herzen lagen ihr der Bummelzug „Felix“, der die Gäste vom Bahnhof nach Seehof chauffierte, die Almfeste beim Bio-Bauernhof Moas, die Wanderung Herbstlauschen und das Ybbstaler Narzissenfest auf der Seebühne sowie das Gipfelfrühstück und der Lunzer Advent im Amonhaus, der jedes Jahr unzählige Besucher aus nah und fern anlockt.

Als Geschäftsführerin des Tourismusvereines war sie stets gemeinsam mit Obmann Hans Mayr Bindeglied zwischen Verein und Gemeinde. Beide, sowohl Eigner als auch Mayr, werden ihre Funktionen bei der nächsten Sitzung des Vereines, die wegen der Coronakrise verschoben werden musste, zurücklegen.

Besonders erfolgreich war Eigner auch mit ihrer Facebook-Seite „Lunz am See Tourismusverein“, wo sie neben Veranstaltungen auch immer wieder beeindruckende Fotos von ihren Wanderungen und Spaziergängen mit ihrem Hund rund um den See geteilt hat. Insgesamt 3.000 Abonnenten waren es zuletzt, die vermutlich künftig auf dieses Service verzichten müssen. „Denn so wie es derzeit aussieht, will das nach mir keiner weitermachen“, bedauert Eigner.

Nicht mehr erscheinen wird ab Juni auch der von ihr übersichtlich aufbereitete Veranstaltungskalender für Lunz, der als Newsletter alle zwei Monate an alle Haushalte flatterte und auch bei der NÖN im Mailordner landete. Diese Aufgabe übernimmt künftig der Verein der Ybbstaler Alpen, der seit Jänner 2019 die Acht-Orte-Kooperation betreut und die touristische Arbeit fortsetzt. „Ich wünsche dem Geschäftsführer Herbert Zebenholzer und seinem Team dabei alles Gute“, sagt Eigner. Sie selbst will ihre freie Zeit nun in vollen Zügen genießen und mit Wandern, Lesen und Reisen füllen.