Plattform zeigt, wo kein Test nötig ist. Die Plattform „animap.at“ zeigt, welche Betriebe gegen das Impfen sind.

Von Anna Faltner. Erstellt am 28. Mai 2021 (10:03)
Nach einem positiven Coronatest wurden weitere Tests veranlasst
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APA (dpa/Symbolbild)

Nur mit Test oder Impf-Nachweis zum Wirt oder zum Dienstleister? Darauf reagieren sowohl Unternehmer als auch Kunden sehr unterschiedlich. Nicht jeder Wirt, Händler oder Dienstleister möchte den Gesundheitsstatus seiner Kunden abfragen. Ein „Verzeichnis“ über all jene Betriebe, die „allen Menschen freien Zugang zu ihren Produkten und Dienstleistungen gewähren“, gibt es mit der Website „animap.at“, die in den vergangenen Tagen an Popularität gewonnen hat.

Dort können sich Unternehmen eintragen, die „in Bezug auf die Covid-19 Impfung niemanden ausgrenzen“. Durch den Eintrag bei „animap.at“ verzichten diese Unternehmen auf das Vorweisen von Gesundheits-Dokumenten. 1.020 Betriebe sind bereits registriert, darunter auch drei aus dem Bezirk Scheibbs.

„Ich halte meinen Abstand und mehr brauche ich nicht. Das Virus springt ja nicht fünf Meter rüber.“ Anton Mayrhofer, Inhaber der Firma „WEFL“ in Randegg

Elisabeth Neuhauser aus Steinakirchen behandelt ihre Kunden mit alternativer Heilmedizin und ist spezialisiert auf Bioresonanz. Via Facebook ist sie auf die Plattform „animap.at“ aufmerksam geworden. „Ich habe mich eingetragen, weil ich das für sinnvoll halte“, erklärt die Unternehmerin. In ihrer Branche ist es ohnehin nicht obligat, einen Test- oder Impfnachweis zu verlangen. „Wenn es so wäre, würde ich es aber auch nicht tun“, sagt sie. Nachdem bei Neuhauser das Immunsystem gestärkt wird, und sie der Meinung ist, dass jeder für seinen Körper selbst die Verantwortung trägt, entscheidet auch jeder Kunde selbst, ob er Maske und Test vorweisen möchte oder nicht.

Ebenfalls registriert ist die Firma „WEFL Umwelt – Energie – Technik“ von Anton Mayrhofer in Randegg, die sich seit 17 Jahren mit Wasser- und Luftaufbereitung und Heizanlagenoptimierung beschäftigt. „Ich halte meinen Abstand und mehr brauche ich nicht. Das Virus springt ja nicht fünf Meter rüber. Wir haben bargeldloses Zahlen. Und ich komme eh fast mit niemandem zusammen. Die Kunden können sich ihre Ware direkt im Lager abholen. Da gibt es fast keinen Kontakt“, betont Mayrhofer. Als Einzelunternehmer könne er sich nicht leisten, die paar Leute, die jetzt noch zu ihm kommen, wegen der harten Maßnahmen zu vergraulen.

Umsätze seien wegen Corona stark eingebrochen

„Ich habe seit Monaten kaum Umsatz gemacht. Wenn du dir da als Unternehmer nichts erspart hast, dann bist du hin. Eine Unterstützung haben wir auch nicht bekommen von der Regierung“, ist der Randegger frustriert. Zwar kommen ab und an Onlinebestellungen, durch Corona sei das gesamte Geschäft allerdings stark eingebrochen. Hinzu kommt, dass er viele Industriekunden verloren hat, und auch die Preiserhöhungen bei den Baustoffen machen ihm zu schaffen. Bei „animap.at“ sind laut Mayrhofer all jene vertreten, „die munter sind. Mann muss ja wissen, was läuft. Man braucht auch nicht alles glauben, was uns im Fernsehen erzählt wird“, ist er überzeugt.