Dämmerungseinbrüche: Polizei warnt und informiert. Frühe Dunkelheit lockt Einbrecher an. Die Polizei setzt in dieser Zeit besonders auf Sicherheit und erhöht die Kontrollfahrten. Rückläufige Tendenz im Bezirk Scheibbs.

Von Claudia Christ. Erstellt am 13. November 2020 (17:24)
Dämmerungseinbrüche sind im Bezirk Scheibbs rückläufig. Die Polizei gibt Tipps gegen unerwünschte Gäste. Archiv
NÖN/

Mit der dunklen Jahreszeit nimmt auch die Zahl der Dämmerungseinbrüche in Wohnungen und wieder zu.

Im Bezirk sind laut Polizei seit September, dem Beginn der DWE-Saison, drei Einbrüche gemeldet worden. In der letzten Saison (Oktober 2019 bis März) waren es 30 Einbrüche, welche typischerweise Dämmerungs- und Vormittagseinbrüchen zuzuordnen waren. „Reine Dämmerungseinbrüche waren es überhaupt nur 13. Generell sind die Zahlen gegenüber den Vorjahren bei uns zurückgegangen“, erklärt Bezirkspolizeikommandant Thomas Heinreichsberger die erfreuliche Tendenz.

Dennoch gibt es sogenannte Hotspots im Bezirk. Dazu zählen aufgrund der geografischen Lage an der B25 und in Autobahnnähe die Bereiche Wieselburg bis Purgstall. „Grundsätzlich überall dort, wo noch gute Möglichkeiten bestehen, unbemerkt und rasch zu flüchten. Fallweise werden aber auch die südlicheren Gemeinden bis hin zu Lunz am See von den Tätern heimgesucht.

Generell gehören Einbruchsdiebstähle in Wohnungen und Wohnhäusern zu jenen Delikten, die das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung erheblich und zumeist nachhaltig beeinträchtigen. „Nicht der materielle Schaden, sondern das Eindringen der Täter in die Privatsphäre der Opfer belastet diese in besonderer Weise“, weiß Heinreichsberger.

Deshalb setzt die Polizei während dieser Zeit einen besonderen Schwerpunkt und führt vermehrt mit zivilen Fahrzeugen Streifenfahrten in der Dämmerungszeit im Bereich von einbruchsgefährden Objekten durch.