Gaminger Kartausenbräu: Künftig fließt mehr Bier. Nach dem Umbau vor zwei Jahren wird im Gaminger Kartausenbräu jetzt wieder expandiert.

Von Claudia Christ. Erstellt am 17. Dezember 2020 (09:42)
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Mehr Kessel für mehr Bier: In der Gaminger Brauerei wird aktuell weiter expandiert. Fünf neue Tanks werden derzeit in die bestehenden Räumlichkeiten eingebaut.
Kartausenbräu Gaming

Auch wenn es derzeit in den Gemäuern der Gaminger Brauerei von außen sehr ruhig erscheint, geht es im Inneren des Kartausenbräu sehr geschäftig zu.

Denn jetzt während der Lockdownphase hat sich das Team dazu entschlossen, zu expandieren. „Wir wollen einfach die Zeit nutzen und unsere Kapazitäten erhöhen“, sagt Braumeister Harald Tiefenbacher. Dafür wurden zu den bestehenden fünf Gär- und Lagertanks weitere fünf aus Deutschland geholt. „Diese stammen aus einer aufgelassenen Brauerei und füllen nun perfekt unsere Räume aus“, berichtet Tiefenbacher, der künftig hier mit seinem Kollegen Sebastian Dorrer pro Jahr 250.000 Liter vom Hopfensaft brauen möchte. Derzeit werden gerade die Leitungen und Kabel für die Inbetriebnahme installiert. „Bis zum Ende des Lockdowns am 7. Jänner sollte aber alles fertig sein und wir können mit der eigentlichen Arbeit, dem Brauen, beginnen“, meint Tiefenbacher. Auch zum Experimentieren hat das Braumeister-Duo die Zeit genützt und das Sortiment um ein alkoholfreies Bier und ein Weizenbier erweitert.

„Bis zum Ende des Lockdowns am 7. Jänner sollte alles fertig sein.“ Harald Tiefenbacher, Braumeister

Jetzt liegt alle Hoffnung darin, dass die Geschäfte bald wieder anlaufen können. Zumal zuletzt auch der Export des Gaminger Bieres in die USA, nach Steubenville (Ohio) angelaufen ist. Im Juli wurde der erste Container über 10.000 Liter Bier über den großen Teich geschickt. Coronabedingt ist derzeit der Absatz auch in den Vereinigten Staaten eingebrochen, „aber wir hoffen, dass wir bald regelmäßig in die USA liefern können und auch den italienischen Markt für uns gewinnen können“, meint der Braumeister zuversichtlich.