Neues Werbematerial soll Einheimische locken. Das Melker Alpenvorland setzt auf drei Themen: Wandern, Radfahren, Gruppenreisen – auch für Einheimische.

Von Christian Eplinger. Erstellt am 14. März 2021 (04:05)
Reinhard Bürgmayr-Posseth, Obmann der 15 Gemeinden umfassenden Tourismusregion Melker Alpenvorland (links), und „werbetrommler“ Wolfgang Zimprich präsentieren das neue Werbematerial.
Eplinger, Eplinger

Im Büro der „werbetrommel Zimprich“ stapeln sich beim Eingang die Schachteln mit den neuen Prospektmaterialien des Melker Alpenvorlandes. Rechtzeitig zum Frühlingsbeginn sind die neu aufgelegten Wanderkarte Römerweg, die Radlerkarte „alpenvorlandRadeln“, die Broschüre „Erfrischend entdeckungsreich“ sowie die neueste Regionszeitung druckfrisch eingetroffen.

„Ich bin überzeugt, wir können optimistisch in die neue Saison gehen – auch wenn uns Corona sicher noch eine Zeit lang beschäftigen wird. Aber vielleicht ist gerade das eine besondere Chance für uns. Denn unsere Gäste kommen auch aus der unmittelbaren Region. Viele Leute nützen jetzt die Zeit, ihre Heimat neu zu entdecken. Wir haben dafür ein breites Angebot“, ist Reinhard Bürgmayr-Posseth, Obmann der Tourismusregion Melker Alpenvorland, geschäftsführender ÖVP-Gemeinderat und Gastronom aus Kilb überzeugt.

Das Melker Alpenvorland setzt dabei auf drei Themenbereiche. Zum einen das Wandern. Dabei ist der Römerweg das Prunkstück – ein 96 Kilometer langer Rundwanderweg durch acht Gemeinden mit der Schallaburg und der Burg Plankenstein als kulturelle Höhepunkte. Bereits 1976 wurde der Römerweg vom damaligen Tourismusverband Sierning-Mank-Texingtal ins Leben gerufen. „Der Römerweg ist zur Marke geworden und hat sich unter den Weitwanderwegen etabliert. Das aktuelle Kartenmaterial inklusive den 15 Meilensteinen ist dabei ein wichtiges Element, damit der Römerweg wirklich zu einer römischen Spurensuche und einer Wanderung für alle Sinne wird“, sagt Wolfgang Zimprich, Chef der „webertrommel“.

500 Kilometer langes Radwegenetz

Seit drei Jahren bildet aber auch das „alpenvorlandRadeln“ einen Themenschwerpunkt im Melker Alpenvorland. Der im Herbst 2018 eröffnete Radweg Krumpe war dafür Initialzündung. „Wir haben ein 500 Kilometer langes, beschildertes Radwegenetz von der Donau bis zum Ötscher und von der Erlauf bis zur Traisen, wobei wir vor allem auch mit den vielen lokalen Rundrouten punkten“, erklärt Wolfgang Zimprich. „Und das erneut nicht nur bei den Gästen, sondern auch bei vielen Einheimischen. Wir sind ein Radparadies für Genussradler, Freizeitflitzer, Mountainbiker, Rennradler und Familien“, ergänzt Bürgmayr-Posseth.

Gerade beim Thema Radfahren sei es laut Bürgmayr-Posseth aber wichtig, nicht im Kleinen zu denken. „Hier ist das Zusammenarbeiten in der Region besonders gefragt – und sogar darüber hinaus. Denn jemand, der vom Ötscherland- oder Donauradweg kommt, dem ist es egal, dass hier ein anderer Tourismusverband zuständig ist“, weiß Bürgmayr-Posseth.

Aber auch ein drittes Thema will die Region wieder neu entdecken, wenngleich Corona dem derzeit noch etwas einen Strich durch die Rechnung macht. Das Melker Alpenvorland will sich als Tagesausflugsziel für erlebnisreiche Gruppenreisen etablieren. Dazu hat man die Broschüre „Erfrischend entdeckungsreich“ neu aufgelegt.

„Wir haben eine Fülle an verschiedensten Exkursionszielen und erlebnisreicher Freizeitangebote vom Straußenhof über die Hanfwelt, den Öko-Lehrpfad bis hin zu der Wollwerkstatt oder dem Pindigiland“, erklärt Bürgmayr-Posseth. Dazu sind auch 24 Genusswirte oder Heurigenbetriebe ausgewiesen, die Reisegruppen empfangen. „All das haben wir in diesem praktischen Reiseplaner zusammengefasst und bieten damit einen guten Überblick und auch ein Service. Denn viele dieser Ziele sind nur gegen Voranmeldung zu besuchen“, ergänzt Wolfgang Zimprich und hofft so wie Bürmayr-Posseth, dass das Ausflugsjahr 2021 für das Melker Alpenvorland ein erfolgreiches wird.