Ein Blick auf das Verschwindende

Das vom Fotografen János Kalmár mit Reinhard Linke und Christoph Mayer im Vorjahr herausgegebene, höchst erfolgreiche Buch „Verschwundenes Waldviertel“ findet seine Fortsetzung mit dem Titel „Verschwundenes Mostviertel“.

Erstellt am 18. Dezember 2021 | 13:58
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Weihnachtszeit ist Bücherzeit. Da kommt ein neues Werk über das Mostviertel gerade zur richtigen Zeit. Seit wenigen Tagen ist das Buch „Verschwundenes Mostviertel“ der Edition Winkler-Hermaden auf dem Markt. Fotograf János Kalmár hat hier mit drei renommierten Autoren zusammengearbeitet.
Jahrzehntelang war das Mostviertel eine blühende Region der Hammerschmieden und Eisenhändler. Bis heute prägen die Schmieden und andere industrielle Bauwerke die Landschaft, und obwohl sie längst nicht mehr kommerziell genutzt werden, erinnern sie an die Glanzzeiten des Mostviertels. Das Leben in der Region hat sich im letzten halben Jahrhundert stark verändert, die Anforderungen, Wünsche und Bedürfnisse der Menschen haben sich verschoben und die Arbeitsbedingungen geändert.

Freizeitverhalten hat sich stark geändert

Auch das Freizeitverhalten und die Mobilität der Menschen haben sich stark gewandelt, nicht mehr bespielte Kinos und aufgelassene Bahnhöfe sind die Folge davon. Übrig bleiben oft auch Bauernhöfe und Häuser, die seit Langem nicht mehr bewohnt sind.

Der Fotograf János Kalmár war unterwegs zwischen St. Pölten und Amstetten, Waidhofen und Herzogenburg und wurde in reichem Maße fündig, was verschwundene Greißler und Wirtshäuser, Bauernhöfe und Eisenbahnen, Schmieden und Hammerwerke betrifft.

Der Historiker Ernst Bruckmüller aus St. Leonhard/Forst sowie Reinhard Linke und Christoph Mayer begeben sich in ihren Texten auf die Spuren des verschwundenen Mostviertels und auf einen Streifzug durch die Geschichte der Region und seiner Menschen. Eindrucksvolle Bilder und informative Texte dokumentieren den Wandel im Mostviertel.