SPÖ will Ausbau der Ganztagsbetreuung. Niederösterreichs Spitzenkandidatin Bundesministerin Sonja Hammerschmid präsentierte mit den Mostviertel-Spitzenkandidaten die Ziele und das Programm der SPÖ.

Von Daniela Führer. Erstellt am 14. September 2017 (04:50)
NOEN, SPÖ
Die SPÖ präsentierte Programm und ihre Ziele für das Mostviertel, von links: Der Scheibbser Spitzenkandidat Alfred Rammelmayr, die Amstettner Spitzenkandidatin Ulrike Königsberger-Ludwig, Niederösterreichs Spitzenkandidatin Bundesministerin Sonja Hammerschmid und der Spitzenkandidat aus Melk, Bürgermeister Alois Schroll.

Für das Land arbeiten, soziale Gerechtigkeit herstellen und Antworten auf die Sorgen und Ängste der Menschen geben. Das seien die Ziele des politischen Handelns der SPÖ, stellten Bundesministerin Sonja Hammerschmid (Nummer eins der Landesliste der SPÖ) und die drei SP-Bezirksspitzenkandidaten des Mostviertels – Ulrike Königsberger-Ludwig (Amstetten, Nummer eins), Alois Schroll (Melk, zwei) und Alfred Rammelmayr (Scheibbs, vier) – bei einer Pressekonferenz in der Vorwoche fest.

NÖN/BVZ

„Damit Beruf und Familie keinen Widerspruch darstellen und alle Kinder die gleichen Bildungschancen erhalten, setze ich mich für den Ausbau der ganztägigen Kinderbetreuung ein“, betonte Hammerschmid.

Wahlfreiheit benötigt Wahlmöglichkeit

„Wahlfreiheit setzt Wahlmöglichkeit voraus“, ist Ulrike Königsberger-Ludwig ebenfalls von der Notwendigkeit des Ausbaus der Ganztagsschule, am besten mit verschränkter Form, überzeugt. Im Mostviertel gebe es nur zwei solche Schulen, nämlich in Waidhofen/Ybbs und in Wieselburg. „Bundesgesetze schaffen zwar Rahmenbedingungen – die Umsetzung muss aber vor Ort funktionieren. Dafür müssen wir Überzeugungsarbeit leisten“, weiß die Amstettner Nationalratsabgeordnete.

Ziel sei es jedoch, bis 2025 für jedes Kind in maximal 20 Kilometern Entfernung zum Wohnort ein Angebot für einen ganztägigen Schulplatz zu schaffen. Königsberger-Ludwig will auch leistbaren Wohnraum speziell für junge Menschen forcieren. Konkret fordert sie die Umsetzung der „5x5 Wohnen“-Idee. Jungen Menschen von 18 bis 30 Jahren sollen fünf Jahre in einer eigenen Wohnung mit einem Brutto-Mietpreis von maximal fünf Euro pro Quadratmeter leben können.

Dem Ybbser Bürgermeister Alois Schroll liegt das Thema Sicherheit besonders am Herzen: „Hier meine ich Sicherheit im sozialen Bereich aber auch Sicherheit vor Kriminalität. Ich werde mich dafür einsetzen, dass im Bezirk Melk zusätzlich 28 Polizisten auf sieben Posten eingesetzt werden“, beschreibt Schroll sein Kernthema.

„Machen wir ländlichen Raum zukunftsfit!“

Der Vorsitzende der SPÖ Gresten, Alfred Rammelmayr, setzt sich besonders für die Stärkung des ländlichen Raumes ein: „Machen wir den ländlichen Raum zukunftsfit! Dazu braucht es vor allem Investitionen in die regionale Infrastruktur im Rahmen einer Standort-Offensive zum Breitbandausbau und eine wirksame lokale KMU-Förderung zur Stärkung des Wirtschaftsstandortes ländlicher Raum. Die Sicherstellung der Gesundheitsversorgung im ländlichen Raum nimmt dabei auch eine zentrale Rolle ein“, betont Rammelmayr.

Darüber hinaus sind Rammelmayr als Tierarzt die Themen Tier- und Umweltschutz sowie sichere und leistbare Lebensmittel ein persönliches Anliegen. Zur transparenten Information zur Lebensmittelqualität brauche es ein einheitliches österreichisches Gütesiegel.