Viertelfestival NÖ: Finden von Identität und Heimat. Mit einem Jahr Verspätung steht das Kulturfestival heuer ganz unter dem Motto „Bodenkontakt“.

Von Leopold Kogler. Erstellt am 09. Mai 2021 (05:34)
Viertelfestival NÖ - Finden von Identität und Heimat
Trafen einander im Landhaus in St. Pölten, um dem „Platzhirsch“ die Maske aufzusetzen (von links): Michael Liebert und Birgit Wagner (Projekt „Heimat X Mensch“), Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und Cordula Nossek (Projekt „Floor Founder Festival“). Foto: NLK Pfeiffer
NLK Pfeiffer

Ein Potpourri an Genres, Techniken und Darstellungsformen innerhalb des weit gefassten Mottos „Bodenkontakt“ im Rahmen des Viertelfestivals dürfen, nach der Pandemie-bedingten Verschiebung, nun doch realisiert werden.

Es war für die Veranstalter des Viertelfestivals NÖ im Mostviertel schwer genug, in Pandemie-Zeiten ein derartiges Festival zu planen, doch nun darf es stattfinden und wurde dazu auch noch um zweieinhalb Monate verlängert. Von Mitte Mai bis Ende Oktober 2021 kommen insgesamt 57 Projekte, darunter neun Schulprojekte, zur Verwirklichung.

Der Startschuss für das Festival fällt am 14. Mai mit dem Projekt „Dorf[er]leben“ der Gemeinde Gerolding. Die Auftakt- und Eröffnungsveranstaltung wird genauso wie alle Veranstaltungen bis 19. Mai virtuell abgehalten.

Für die Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner hat das Viertelfestival dennoch Signalwirkung: „Das Festival steht für viele Kulturinitiativen in den Landesteilen Niederösterreichs. Mit der Verlängerung bis Ende Oktober hoffen wir gemeinsam, dass möglichst viele Menschen in unmittelbarer Umgebung die verschiedensten Programmpunkte erleben können“, betont die Landeshauptfrau.

So geht es nun mit Turbokraft aus dem Kultur-Lockdown. Auf das traditionelle große Eröffnungsfest muss zwar verzichtet werden. Aber das Festival startet mit einem bunten Programm: Tradition trifft auf Experimentelles, Blasmusik auf Elektrosounds, Hip-Hop auf Schuhplatteln, Urban Art auf Graffiti.

Vor dem Hintergrund des heurigen Festival-Mottos „Bodenkontakt“ stehen im Zentrum vieler Projekte die Menschen des Mostviertels und ihre Beziehungen zu ihrem „Grund und Boden“ sowie Heimat und Identität, Ökologie und Klimaschutz, aber auch Flucht und Migration oder regionalhistorische Themen.

Die Bandbreite der Veranstaltungsorte ist auch in diesem Jahr groß und erstreckt sich von der Ybbstaler Hütte am Dürrenstein über die Viehofner Seen bei St. Pölten bis zum Garten von Stift Seitenstetten, zum öffentlichen Raum der Mostviertler Gemeinden und zu den virtuellen Weiten des World Wide Web. Das vergangene Jahr wurde dazu genützt, dem Platzhirsch virtuell ein zeitgemäßes „Zuhause“ zu schaffen.

Die Viertelfestival-Homepage präsentiert sich in neuem Design und mit erhöhter Funktionalität: www.viertelfestival-noe.at