Musikalische Gustostückerl im Schloss Weinzierl

Erstellt am 01. Juni 2022 | 03:29
Lesezeit: 2 Min
Vier Konzerte mit hochkarätigen Musikern begeisterten. Besuch war aber nur mäßig.
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Haydn lebt – so lautet das Motto des Kammermusik-Festivals, das jährlich zu Ehren des Komponisten auf Schloss Weinzierl stattfindet. Würde der Erfinder des Streichquartetts tatsächlich noch leben, würde er die Konzerte in Weinzierl sicherlich mit Wohlwollen betrachten.

Hochkarätig wie immer war die Besetzung der vier Konzert-Events: Neben dem Altenberg Trio Wien standen Hornistin Zora Slokar, Pianist Avo Kouyoumdjian, Christine Hoock am Kontrabass und Gerhard Marschner an der Viola auf der Bühne.

Das Eröffnungskonzert begann – wie üblich – mit dem Klavier-Trio in d-Moll von Joseph Haydn. Als spannender Kontrast dazu folgte das Trio Es-Dur op. 40 für Violine, Horn und Klavier von Johannes Brahms. Das Publikums-Highlight des Abends war das „Forellen-Quintett“, das populärste Kammermusikwerk von Franz Schubert – furios gespielt von den Musikern und begeistert applaudiert vom Publikum, das die Künstler ganze fünf Mal zurück auf die Bühne rief. Der zweite Konzertabend glänzte mit „Gartenliedern“ sowie Kammermusik von Robert Schumann, Johannes Brahms und Ralph Vaughan Williams.

Zum ersten Mal seit Corona konnte das Musikfest wieder am traditionellen Termin zu Christi Himmelfahrt stattfinden. Die Besucherzahlen, die vor Corona selbstverständlich waren, wurden heuer leider noch nicht erreicht. „Das Eröffnungskonzert am Freitag war bestens besucht, aber bei den anderen Konzerten hätte es ruhig noch etwas mehr sein können“, gibt Bürgermeister Karl Gerstl von der Gemeinde Wieselburg-Land zu. „Wir wünschen uns noch viel mehr junges Publikum und bitten die Besucher, auch andere Freunde der Kammermusik für unsere Konzerte zu begeistern.“

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