Zarnsdorf: Säge steht bis Jänner still. Abgebrannte Maschine wird in Schweden repariert. Reinhard Mosser rechnet frühestens Mitte Jänner mit Wiederaufnahme des Betriebs. Mitarbeiter bauen Urlaube ab.

Von Christian Eplinger. Erstellt am 02. Dezember 2020 (13:03)
Die Befürchtungen von Reinhard Mosser haben sich bestätigt. Die Hauptsäge fällt mindestens knappe zehn Wochen aus.
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Der Brand im Sägewerk der Holzindustrie Mosser am 18. November (die NÖN berichtete) hat – wie Geschäftsführer Reinhard Mosser schon unmittelbar nach dem Brand befürchtet hatte – längerfristige Nachwirkungen. Die abgebrannte Maschine in der ersten Gruppe der Sägelinie wurde mittlerweile abgebaut und zur Reparatur zum Hersteller nach Schweden transportiert.

Bis Weihnachten sollte sie dann wieder zurück in Zarnsdorf sein, wie Reinhard Mosser hofft. „Die Mechanik ist die geringere Problematik, schwieriger ist es, Ersatz für die beschädigte Regeltechnik und die Steuerungselemente zu bekommen. Hier gibt es bei den einzlenen Komponenten relativ lange Lieferzeiten. Wir hoffen aber, bis Mitte Jänner mit der Säge wieder starten zu können“, erklärt Reinhard Mosser im Gespräch mit der NÖN.

Wirtschaftlich sollte der Schaden großteils durch eine Versicherung gedeckt sein. Dennoch verursacht der Stillstand der Säge der Mosser Holzindustrie Probleme. Denn mit der vorhandenen Blockseilsäge schafft Mosser aktuell nur rund acht Prozent der Gesamtkapazität. Damit kann nicht genug Schnittholz eingeschnitten werden, um alle Verträge der Kunden zu erfüllen.

„Bauen Schnittholzlager praktisch gegen Null ab“

„Es ist für uns eine besondere Herausforderung, weil die Auftragsbücher voll sind und wir ja auch selbst das Schnittholz für unsere Leimbinderproduktion benötigen. Zum Teil können wir mit Partnern einiges auffangen, aber wir werden in den nächsten Wochen sicherlich unser Schnittholzlager praktisch gegen Null abbauen“, sagt Reinhard Mosser.

Weiters in Betrieb bleiben der Rundholzplatz, die Schnittholzsortierung und die Trockenkammern sowie das Leimholzwerk. „Damit haben wir genug Arbeit für einen Teil unserer 60 in Zarnsdorf beschäftigten Mitarbeiter. Der Rest baut aktuell Urlaub ab, wobei wir über Weihnachten ohnehin zwei Wochen Betriebsurlaub geplant hatten. Die Wartung der übrigen Maschinenteile wird jetzt aber vorgezogen“, erklärt Mosser.