Auch im Bezirk Scheibbs: Endlich wieder in die Schule. Start in das neue Schulsemester verlief trotz Nasentest-Strategie reibungslos. Schuldirektoren berichten.

Von Claudia Christ. Erstellt am 10. Februar 2021 (04:25)
Bild links: In der Klasse 4a der Volksschule Lunz erklärt Klassenlehrerin Judith Pechhacker ihren Schülern nochmals die Anwendung der Tests, bevor diese den selbst durchführen. Bild oben: Unterricht mit FFP2-Maske ist seit Montag auch in der Sportmittelschule in der Bezirkshauptstadt angesagt.
VS Lunz/SMS Scheibbs

Die Freude war den Schülern der Volks- und Mittelschule Lunz am See am Montag in der Früh ins Gesicht geschrieben: Endlich Schluss mit Distance Learning und zurück ins Klassenzimmer.

Erleichterung machte sich am Montagvormittag bei Schuldirektor Thomas Holzgruber breit: „Ich bin mit etwas Bauchweh am Montag zur Schule gegangen, aber das war glücklicherweise unbegründet. Denn die Testungen haben bei uns gut funktioniert.“ Insgesamt 100 Schüler beider Schulen wurden am ersten Schultag getestet.

Alle waren negativ. „Die Kinder wurden von den Eltern auf die Nasenbohrer-Tests sehr gut vorbereitet. Einige haben sie schon vorab zu Hause ausprobiert und auch die Einverständniserklärungen wurden bis auf eine Schülerin alle unterschrieben abgegeben“, sagt Holzgruber, der den Eltern und seinem Lehrerteam für die gute Zusammenarbeit danken möchte.

„So mancher Schüler klagt da über Kopfschmerzen. Deshalb sind Maskenpausen und Lüften jetzt besonders wichtig.“ Thomas Holzgruber

Die Testungen in der Schule laufen wie folgt ab: Die Schüler bohren selbstständig mit dem Stäbchen in der Nase, danach helfen die Lehrer bei der Auswertung mittel einer Flüssigkeit. „Das ist vor allem bei den Volksschülern wichtig, damit der Test richtig gemacht wird und es zu keinem falschen Ergebnis kommt“, meint der Direktor.

Auch der Nachschub an Tests funktioniere jetzt und ist laut Holzgruber gesichert. „Nachdem beim ersten Durchgang die Lieferung der Tests nicht richtig funktionierte, bekommen wir jetzt jeden Mittwoch die Nasentests per Post geliefert.“

Während die Volksschüler ihren Mund-Nasen-Schutz an ihrem Sitzplatz ablegen dürfen, müssen die Schüler der Mittelschule ihre FFP2-Masken ab 14 Jahren während des gesamten Unterrichtes tragen. So mancher klagt da über Kopfschmerzen. Deshalb sind Maskenpausen und Lüften jetzt besonders wichtig“, so der Direktor.

Mit ausreichend Tests und FFP2-Masken und einem gut gebrieften Lehrerteam startete am Montag das neue Semester ebenso in der Sportmittelschule Scheibbs. „Die Vorbereitungen dafür liefen gut und auch Montagfrüh gab es keine Probleme“, meint Direktor Ingolf Völker.

Bild links: In der Klasse 4a der Volksschule Lunz erklärt Klassenlehrerin Judith Pechhacker ihren Schülern nochmals die Anwendung der Tests, bevor diese den selbst durchführen. Bild oben: Unterricht mit FFP2-Maske ist seit Montag auch in der Sportmittelschule in der Bezirkshauptstadt angesagt.
VS Lunz/SMS Scheibbs

Dass einige Eltern bezüglich der Tests Bedenken haben, sei berechtigt und völlig normal. Dass bestätigte auch Manuela Auer, Direktorin der Volksschule und Mittelschule in Randegg: „Natürlich gibt es Eltern, die das nicht gutheißen, aber die Zahl hält sich bei uns, wie auch derer, die lieber weiterhin im Distance-Learning bleiben, in Grenzen.

Neben dem Schichtbetrieb – die Hälfte der Schüler kommt jeweils Montag und Dienstag, die andere Hälfte mittwochs und donnerstags in die Schule – wird es in den Schulen weiterhin auch eine Betreuungsmöglichkeit geben. Dafür gibt es in der SMS Scheibbs generell genügend Raumkapazitäten, „natürlich nur, solange die Zahl der zusätzlich in Betreuung kommenden Kinder überschaubar bleibt.“

Am Freitag werden beide Gruppen im Distance Learning unterrichtet. Das betrifft auch Schüler, die sich nicht testen lassen wollen. Sie bleiben generell dem Unterricht fern und bekommen Arbeitsaufträge für zu Hause.

„Schichtbetrieb finde ich besser als komplettes Distance Learning, weil die Kinder ganz einfach echte Sozialkontakte brauchen und auch ein Recht darauf haben“, meint Völker. Gegen einen Präsenzunterricht, wie er in den Volksschulen stattfindet, spreche die aktuelle Infektionslage. „Hier vertraue ich den Experten aus der Medizin und Biologie ganz, sie können die Situation anhand der Infektionszahlen einschätzen“, meint der Schuldirektor.

Neben den sozialen Kontakten gibt es seit Montag zur Freude der Schüler auch wieder Sport am Stundenplan. Diese Stunden dürfen aber ausschließlich im Freien stattfinden.

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