Purgstaller in Abwesenheit zu Haftstrafe verurteilt

Nicht-Erscheinen vor Gericht verhindert nicht die Konsequenzen einer Straftat – wie ein Purgstaller erfahren musste.

Karin Katona
Karin Katona Erstellt am 06. Juni 2018 | 04:00
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Gericht Prozess Urteil Symbolbild
Foto: shuterstock.com/ Evlakhov Valeriy

Der Besuch eines Fests im Event-Vierkanter Ramsauhof endete für einen 17-jährigen Lehrling aus Ferschnitz im Krankenhaus – und mit einem Nachspiel am Bezirksgericht Scheibbs. Von einem volltrunkenen Fremden war der Bursch beim Fest vor einem Getränkestand angepöbelt worden: „Heb mir sofort mein Geldbörsel auf!“.

Auf die Weigerung des Angesprochenen hieß es noch: „Schau nicht so blöd, sonst hau ich dir eine rein!“ Was kurz darauf auch geschah. „Ich wollte keinen Streit, habe mich umgedreht und wollte weggehen“, schildert das Opfer. „Da hat er mich an der Schulter gepackt und mit der Faust auf den Hals geschlagen.“ An die nächste Viertelstunde könne er sich nicht erinnern: „Ich bin erst im Krankenwagen wieder richtig zu mir gekommen.“

Zeugin rief Rettung

Eine Zeugin schildert die Folgen des Faustschlags: „Alles ist so schnell gegangen. Er ist zusammengegangen, hat kaum noch Luft bekommen. Er hat gesagt, es geht eh schon wieder, aber es ist schlimmer geworden. Da haben wir die Rettung gerufen.“ Der Verletzte hatte Glück im Unglück: Beim Röntgen wurden lediglich Prellungen im Kehlkopfbereich festgestellt.

Der derzeit in Purgstall wohnhafte Angeklagte war zur Verhandlung bereits zum zweiten Mal nicht erschienen. Auch aufgrund seines beeindruckenden Vorstrafenregisters – 12 Vorstrafen, sieben davon einschlägig – geht es für ihn nun ab ins Gefängnis: Der Abwesende fasste eine zweimonatige, unbedingte Haftstrafe aus.