Dienstleistungsbetriebe im Bezirk Scheibbs: Überstunden sind angesagt

Termine beim Friseur und Fußpfleger sind aktuell nur schwer zu bekommen. Die NÖN fragte nach, wo es noch freie Termine gibt.

Erstellt am 15. Dezember 2021 | 04:33
Lesezeit: 2 Min
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Claudia Weissensteiner in ihrem Salon „haar-genau“ in Lunz am See mit ihrer ersten Kundin, Frau Görkis aus Göstling, am Montagmorgen. Die FFP2-Maske und die 2G-Regel sind beim Friseurbesuch Pflicht.
Foto: privat

Montag, 8 Uhr in Lunz am See: Friseurmeisterin Claudia Weissensteiner sperrt ihren Salon das erste Mal nach dem Lockdown wieder auf. Vor der Chefin von „haar-genau“ liegt ein Zwölf-Stunden-Arbeitstag. „Ich weiß noch gar nicht, wie wir das alles schaffen sollen“, meint sie. Denn ihr Terminkalender und der ihrer Halbtagskraft ist bis Weihnachten völlig ausgebucht. „Alle meine Stammkunden machen sich üblicherweise gleich den nächsten Termin aus und da kommt es jetzt natürlich zu einem Terminstau“, erklärt die Friseurmeisterin. Da heißt es, Überstunden machen und die Öffnungszeiten ausdehnen. „Ich selbst werde von Montag bis Samstag arbeiten und vermutlich wird auch der eine oder andere Sonntag draufgehen. Wichtig ist mir aber, dass wir unsere Kunden zufriedenstellen“, sagt sie, und freut sich dennoch, dass es jetzt losgeht. „Hätten wir erst am 17. Dezember aufsperren dürfen, dann hätte ich heuer sowieso nicht mehr aufgesperrt, denn da verärgert man die Kunden mehr, wenn man dann nur einige wenige vor den Weihnachtsfeiertagen drannehmen kann.“

Völlig gelassen steht man der Situation im Salon Hairta in Steinakirchen gegenüber. „Ich bin mit meinem Team gut für einen Ansturm gerüstet. Wir lassen es einfach mal anlaufen und schauen, was da kommt“, meint Inhaberin Herta Resch. Übrigens: Hier gibt es gegen Voranmeldung noch einige freie Termine bis Weihnachten.

Andrea Datzreiter betreibt seit einem Jahr ihr Fußpflege & Nageldesign-Studio in St. Anton an der Jeßnitz. Einen normalen Betrieb kennt die 32-Jährige bislang nicht. „Meine Selbstständigkeit war immer von Corona begleitet, deshalb bin ich es gewohnt, flexibel sein zu müssen.“ Alle versäumten Termine der vergangenen drei Wochen versucht sie, nun irgendwie umzuschlichten, „da sind sicherlich einige Überstunden angesagt“, zumal bei der Fußpflege bei ihren meisten Kunden der medizinische Aspekt im Vordergrund steht. „Viele meiner Kunden sind wirklich froh, wenn sie wieder zu mir kommen dürfen und haben Verständnis für die Situation“, freut sie sich darauf, endlich wieder loslegen zu dürfen.

Kaum Einschränkungen im Lockdown gab es für Heilmasseur Karl Scheiblauer in Mühling: „Ich durfte ja aufgrund der medizinischen Verordnungen weiterarbeiten.“