Abschied von Pfarrer Pitzl. Im 70. Lebensjahr ist Leopold Pitzl, Pfarrer in Ruhestand, verstorben. 26 Jahre lebte und predigte er in Krummnußbaum. Letzte Ruhestätte findet er in seiner Heimat Steinakirchen.

Von Anna Faltner. Erstellt am 03. November 2020 (09:42)
Leopold Pitzl
Der Geistliche Leopold Pitzl ist am 23. Oktober im 70. Lebensjahr verstorben.
Parte/ Resch

Nach zwei Jahren verlor Leopold Pitzl am 23. Oktober im Alter von 69 Jahren den Kampf gegen den Krebs. Bis zuletzt lebte der Pfarrer in Ruhestand der Gemeinden Krummnußbaum und Golling (Bezirk Melk) in Krummnußbaum. Für seine letzte Ruhestätte hat er seine Heimatpfarre Steinakirchen ausgewählt.

Der Weg von Leopold Pitzl zum Priestersein war ein sehr gerader. Er besuchte das Stiftsgymnasium Melk und trat 1970 ins Priesterseminar ein. 1977 folgte die Priesterweihe. Zuerst wirkte er als Kaplan in Oberwölbling, Pöggstall, Ulmerfeld-Hausmening, St. Pölten-Wagram und Weitra. Von 1980 bis 1982 war er Diözesanjungscharseelsorger. Eine weitere Station war Ertl, wo er von 1984 bis 1992 als Pfarrer wirkte. Dann verschlug es ihn als Pfarrer nach Krummnußbaum. Ab 1977 lag auch die Pfarre Golling in seiner Verantwortung.

Große Meilensteine in dieser Zeit waren etwa die Generalsanierung des Pfarrhofes 1994, etliche Sanierungen am Kirchengebäude sowie zwei Bischofsvisitationen. 2014 wurde ihm der Ehrenring der Marktgemeinde Krummnußbaum verliehen. Nach 26 Jahren verabschiedeten ihn die Krummnußbaumer dann Ende 2018 in den Ruhestand. „Er war ein sehr positiver Mensch, der mit Freude aktiv am Gemeindeleben teilgenommen, Veranstaltungen besucht und auch selbst zum Pfarrfest eingeladen hat“, sagt Krummnußbaums Bürgermeister Bernhard Kerndler.

Mit seiner Heimat Steinakirchen war Leopold Pitzl ebenfalls sehr verbunden. „Er hat oft seine Geschwister besucht. Nach Stritzling, seinem Heimatdorf, kam er gerne zu kirchlichen Anlässen, für Hochzeiten und auch Begräbnisse“, weiß der Steinakirchner Pfarrer Hans Lagler. Er schätzte vor allem an seinem Kollegen, wie er mit den Menschen umgegangen ist und wie er sich um sie gekümmert hat: „Vor allem sein Namensgedächtnis war beachtlich.“ Und durch diese Verbundenheit zu Steinakirchen war es auch sein Wunsch, hier seine letzte Ruhestätte zu finden.

Das Requiem findet am Mittwoch, 4. November, um 13 Uhr in Steinakirchen statt. Die Messe wird live im Internet übertragen, der Link dazu wird auf der Pfarr-Homepage veröffentlicht.