Die Familie und Automobile: Trauer um Augustin Pruckner. Nur knapp zwei Monate nach Alois Pruckner verstarb auch dessen Bruder Augustin Pruckner im 89. Lebensjahr. Gemeinsam hatten diese beiden das Autohaus Pruckner aufgebaut.

Von Johanna Reber. Erstellt am 10. Oktober 2017 (04:01)
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Augustin Pruckner verstarb im 89. Lebensjahr nur zwei Monate nach dem Tod seines Bruders.
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Erst im August kämpfte die Familie Pruckner mit der Trauer um Alois Pruckner, dem Firmengründer und ehemaligen Geschäftsführer des Autohauses Pruckner. Am Montag der Vorwoche verstarb auch dessen Bruder Augustin Pruckner, Firmenmitgründer des Autohauses, im 89. Lebensjahr.

Privat standen für Augustin Pruckner seine Frau Theresia, seine Kinder und Enkelkinder immer an erster Stelle. Beruflich gehörte seine große Leidenschaft dem Automobil, speziell den Marken VW und Audi. Gemeinsam mit seiner Frau Resi und seinem Bruder Alois und dessen Frau Fridoline führte er die Brüder Pruckner GesmbH bis zu seinem Ruhestand und interessierte sich auch in der Pension noch für die Belange der Firma.

Seit seiner Kindheit war Augustin Pruckner ein Teil des elterlichen Schmiedebetriebs. Nach dem Hauptschulabschluss widmete er sich mit Begeisterung der KFZ-Lehre in Amstetten. Danach begann er im elterlichen Betrieb in Randegg zu arbeiten, wo er schon Reparaturen an allen möglichen Fahrzeugen durchführte. In den 50er-Jahren wurde die Hingabe zu Autos immer größer und schließlich eröffnete er gemeinsam mit seinem Bruder Alois 1954 zuerst eine Tankstelle und dann eine Werkstätte in Randegg. Kurz darauf unterzeichneten sie den Werkstätten-Vertrag von VW.

In den folgenden Jahren vergrößerte Augustin Pruckner nach und nach, zusammen mit seinem Bruder Alois, die Firma mit den Standorten Wieselburg (1972) und Scheibbs (1981).

Fixbestand des öffentlichen Lebens

Auch im öffentlichen Leben der Gemeinde Randegg war Augustin Pruckner ein Fixbestandteil. Er war jahrelang Mitglied im Wirtschaftsbund und Mandatar im Randegger Gemeinderat.

Mit 73 Jahren Mitgliedschaft bei der FF Randegg stellte er auch einen weiteren „Rekord“ auf. Die Wirtshauskultur pflegte er bis zuletzt, unternahm viele Reisen, war Naturliebhaber, sportbegeistert und aktives Mitglied beim Alpenverein. Singen war seine große Leidenschaft. Als Gründungsmitglied des Randegger Feuerwehrchors und bei alljährlichen Gesangsaufführungen fand er seine Erfüllung.

Augustin Pruckner erhielt auch zahlreiche Auszeichnungen, wie die silberne Nadel des Volkswagen Konzerns.