Lackenhof: Milch kaufen beim Skiverleih

Das einzige Lebensmittelgeschäft in Lackenhof bleibt weiter geschlossen. Nun hat Skiverleiher Franz Heher sein Sortiment mit den notwendigsten Lebensmitteln aufgerüstet.

Erstellt am 15. Januar 2021 | 05:36
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Bis Ende der Wintersaison werden Franz Heher und sein Sohn Marcel im Skiverleihgeschäft in Lackenhof auf jeden Fall die allernotwendigsten Lebensmittel für ihre Kunden anbieten.
Foto: privat

Wer sich bei Sport 2000 Ötscher in Lackenhof seine Langlauf- oder Alpinskier ausleihen möchte, der kann nun gleich auch das Allernotwendigste für den täglichen Bedarf einkaufen. Denn seit Kurzem hat Geschäftsbetreiber Franz Heher sein Sortiment aufgerüstet.

„Da wir ja seit der Schließung des einzigen Geschäftes im Ort keine Nahversorgung haben, möchte ich dieses Service vor allem unseren Gästen anbieten. Selbstverständlich versteht sich das Angebot auch als Notversorgung für die Einheimischen“, erklärt er.

Take-away-Angebot wird sehr gut angenommen

Neben Lebensmitteln des täglichen Bedarfes wie Milch und Butter, Marmelade, Wurst und Käse, stehen neuerdings diverse Süßigkeiten, Getränke, Toiletteartikel und Kaffeetabs in den Regalen. „Wir haben uns auch extra einen Ofen angeschafft, damit wir gegen Vorbestellung frische Semmeln anbieten können“, erklärt der Geschäftsmann.

Sehr gut von den Gästen angenommen wird zudem das Take-away-Angebot mit Wurst- und Käsesemmeln. Das erweiterte Sortiment soll natürlich auch zusätzliche Umsätze einbringen, denn das Geschäft mit dem Skiverleih und der dazugehörigen Skischule läuft in diesem Winter lange nicht so wie in den Saisonen zuvor. Derzeit sind nur an die sieben Skilehrer im Einsatz, die jedoch aufgrund der Covid-Maßnahmen nur Kinder aus einem Haushalt unterrichten können. Üblicherweise sind es in den Weihnachtsferien bis zu 70 Kinder am Tag, die an einem Skikurs teilnehmen.

„Fakt ist: Wir haben rund zwei Drittel weniger Umsatz als üblicherweise zu dieser Zeit“, meint Heher. Die Stimmung im Ort sei aber dennoch positiv, denn von den Gästen gäbe es ausschließlich positives Feedback. „Alle sind entspannt, verhalten sich sehr diszipliniert und loben die top präparierten Pisten.“

Für Heher ist diese Saison schon jetzt eine schlechte. Der verlorene Umsatz kann nicht mehr aufgeholt werden. Dennoch hat für ihn die Situation auch etwas Gutes: „Sie zeigt uns, dass wir viele neue Gäste aus der Region bei uns begrüßen dürfen. Das ist für uns auch eine Chance. Jetzt muss es uns gelingen, diese zu nutzen und die Präparierung der Pisten schneller umzusetzen und mehr Pisten öffnen zu können. Dafür wird es künftig auch noch mehr Investitionen brauchen.“