Kampf um Stimmen ist im Bezirk eröffnet. Wer tritt für wen an? Und mit welchen Themen? Die NÖN liefert den Überblick zum Start des Wahlkampfes 2019.

Von Ingrid Vogl, Denise Schweiger, Andreas Kössl und Christian Eplinger. Erstellt am 27. August 2019 (05:00)
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Der Plenarsaal des Parlaments. Über dessen neue Zusammensetzung wird am 29. September entschieden.  Foto: Johannes Zinner
Johannes Zinner

Bundesweit werden schon seit mehreren Wochen die Säbel gewetzt. Im Mostviertel war vom Nationalratswahlkampf bis zur Vorwoche noch nicht allzu viel zu spüren. Das änderte sich aber dieser Tage. Erster prominenter Gast war SP-Bundesspitzenkandidatin Pamela Rendi-Wagner, die sich am Donnerstag in der neuen Donau Lodge in Ybbs den Gesprächen und Fotoshootings mit über 200 SP-Funktionären und Sympathisanten stellte.

Insgesamt geht es am 29. September im Wahlkreis 3C um 194.382 Wählerstimmen. Das sind um 100 weniger als bei den Nationalratswahlen 2017. Drei Parteien – ÖVP, SPÖ und FPÖ – sind mit Direktmandaten im Wahlkreis ausgestattet. Die ÖVP dabei sogar mit zwei Direktmandaten. Daran sollte sich auch bei dieser Wahl nichts ändern, denn alle vier Grundmandate sind jeweils mit rund 10.000 Stimmen abgesichert.

Bei der ÖVP gibt es heuer mit den „Routiniers“ Bauernbundpräsident Georg Strasser aus Nöchling und der Amstettner ÖVP-Bezirksparteiobmann Andreas Hanger aus Ybbsitz zwei Fixstarter, auch wenn Andreas Hanger aufgrund des Reißverschlusssystems erst an der dritten Stelle der Wahlkreis-Kandidatenliste zu finden ist. Die Listenzweite, Andrea Blauensteiner aus Leiben, hat bereits erklärt, im Falle von nur zwei Grundmandaten auf ihr Mandat zugunsten Hangers zu verzichten.

"Wär schon eine große Bestätigung für mich"

Der 51-jährige Hanger ist derzeit im ÖVP-Parlamentsklub Bereichssprecher für die Themen Zivildienst und Freiwilligkeit. Klarer Themenschwerpunkt bei Georg Strasser bleibt die Landwirtschaft.

Als großes Wahlziel nennt auch FPÖ-Nationalratsabgeordnete Edith Mühlberghuber das Erreichen des Grundmandates. „Das wäre dann zum dritten Mal hintereinander und schon eine große Bestätigung für mich“, sagt die 54-Jährige, die seit 2008 für die FPÖ im Nationalrat sitzt. Ihr politisches Hauptanliegen sind die Familien. Sie will sich in der neuen Periode aber auch vermehrt um den Themenbereich Pflege annehmen.

Einen Wechsel an der Spitze der Wahlkreisliste im Mostviertel und künftig auch im Parlament gibt es bei der SPÖ. Hier ist die Gaminger Bürgermeisterin Renate Gruber, die 2018 nach der Bestellung von Ulrike Königsberger-Ludwig zur Landesrätin dieser nachgefolgt ist, nur mehr am dritten Listenplatz zu finden. Die SPÖ-Wahlkreisliste wird vom Ybbser Bürgermeister Alois Schroll angeführt, der schon eifrig mit seinem Wahlkampfbus im Mostviertel unterwegs ist und vor allem auf die Themen Stärkung des öffentlichen Verkehrs und Arbeit setzt. Aber auch der Zweitplatzierte Gerhard Riegler aus Amstetten rechnet sich noch Chancen aus, Schroll mit einem intensiven Vorzugsstimmenwahlkampf zu überholen.

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