Naturraum soll wirken. Experten präsentierten Inszenierungskonzept für neuen Ybbstalradweg. Das Hauptmotto lautet: „Zeit für s’ich“. Bis 2016/17 soll gesamte Strecke fertiggestellt sein.

Erstellt am 15. Juli 2014 (07:01)
NOEN, www.eisenstrasse.info
»Zeit für's ich« lautet das Inszenierungsmotto des Ybbstalradwegs. Bei einem Abstimmungstermin im Rathaus Scheibbs wurde das Konzept den Ybbstaler Gemeindevertretern präsentiert, vorne, von links: Landtagsabgeordneter Bürgermeister Helmut Schagerl (Obmann-Stellvertreter Ybbstalradwegverband), Eisenstraße-Obmann Andreas Hanger, Bürgermeister Martin Ploderer (Lunz, Obmann Ybbstalradwegverband), Vizebürgermeister Karl Dachsberger (Neumarkt) sowie Bürgermeister Manfred Gruber (Hollenstein), Stadtrat Werner Krammer, Stadtrat Franz Sommer (beide Waidhofen), Karin Schildberger (Mobilitätszentrale Mostviertel-Süd), die Bietergemeinschaft Ernst Miglbauer, Anita Eybl und Josef Lueger, Andreas Purt (Mostviertel Tourismus), Bürgermeister Franz Heigl (Göstling), Gemeinderat Eduard Wagner (Ybbsitz), Andreas Danner (Tourismusverein Göstlinger Alpen), Architekt Joseph Hofmarcher und Vizebürgermeister Johann Lueger (Opponitz, hinten, von links). Foto: www.eisenstrasse.info

Die Arbeiten am touristischen Inszenierungskonzept des geplanten Ybbstalradwegs biegen in die Zielgerade. Am vergangenen Freitag präsentierten die beauftragten Experten Ernst Miglbauer, Josef Lueger und Anita Eybl den Ybbstaler Bürgermeistern und den Spitzen des Ybbstalradwegverbands ihre Vorschläge für die touristische Angebotsentwicklung und Inszenierung der 52 Kilometer langen Strecke zwischen Waidhofen/Ybbs und Lunz am See.

Große bauliche Inszenierungsmaßnahmen sind nicht geplant

Die Basis für die drei Fachleute war eine im April abgehaltene Radwerkstatt in St. Georgen am Reith, an der sich über 50 radaffine Bürger und Beherberger beteiligten. Umgesetzt wird das Projekt über das EU-Förderprogramm LEADER, Projektträger und -partner sind die Mostviertel Tourismus GmbH und der Kulturpark Eisenstraße.

Die Stärken des künftigen Ybbstalradwegs – die hohe Sicherheit aufgrund der über weite Teile auf der ehemaligen Bahntrasse führenden Strecke, die Nähe zur Ybbs und die geringe Steigung – haben die Inszenierungsprofis unter dem Motiv „Zeit für s’ich“ zusammengefasst.

„Der Ybbstalradweg wird Touristen und der einheimischen Bevölkerung ermöglichen, Abstand vom Alltag zu nehmen, mit der Familie eine entspannte Zeit zu verbringen und in Balance zu sein“, sagt Josef Lueger. Rastplätze und Fotopunkte entlang der Strecke sollen diese Positionierung zum Ausdruck bringen. Große bauliche Inszenierungsmaßnahmen sind nicht geplant, im Gegenteil: „Der Naturraum an sich soll sich entfalten können.“

Im Spätsommer startet der Bau des ersten Streckenabschnitts

Das fertige Konzept und die detaillierten Inszenierungsideen werden bei der abschließenden Radwerkstatt am Montag, 15. September, um 19 Uhr beim Bruckwirt in Opponitz vorgestellt. „Alle Radbegeisterten und Tourismusbetriebe im Ybbstal sollten sich diesen Termin bereits vormerken“, betonen die beiden Spitzen des Radwegverbands Ybbstalradweg, Bürgermeister Martin Ploderer und Landtagsabgeordneter Bürgermeister Helmut Schagerl.

Sie gaben auch einen Ausblick auf das Infrastrukturprojekt: Im Spätsommer werde mit dem Bau der ersten Streckenabschnitte zwischen Lunz am See und St. Georgen am Reith begonnen, die Fertigstellung der Gesamtstrecke ist bis 2016/2017 geplant.