Scheibbser Künstler: „Street Art passt auch aufs Land“. Grafitti-Künstler Philipp Netolitzky bringt Farbe auf die Mauern von Scheibbs.

Von Karin Katona. Erstellt am 13. November 2020 (04:16)

Nach seinem letzten Projekt „Mural City“, für das der Scheibbser Philipp Netolitzky 2019 Grafitti-Künstler aus aller Welt nach Scheibbs holte, mit ihren fantasievollen Kunstwerken Mauern und Wände in der ganzen Stadt zu gestalten, ist die Stadt vergangene Woche wieder um einiges bunter geworden.

Am Erlaufufer hat Netolitzky Wände und Boden unter der Radweg-Brücke mit Grafitti veredelt. „Die Wand unter der Brücke war ein Auftrag der Stadt, der Boden eine spontane Draufgabe von mir – mit Farben, die ich noch übrig hatte“, erklärt Netolitzky.

„Wall Art findet man sonst vor allem im urbanen Raum. In Scheibbs hingegen kann man sich von der Natur und der Ruhe inspirieren lassen.“Philipp Netolitzky

Seine Heimatstadt bunter zu machen, ist für ihn, der unter anderem auch die Werbekampagne der Wiener Linien kreiert hat, ein besonderes Anliegen: „Wall Art findet man sonst vor allem im urbanen Raum. In Scheibbs hingegen kann man sich von der Natur und der Ruhe inspirieren lassen. So habe ich begonnen, Künstlern in Scheibbs Flächen anzubieten. Auf diese Weise sind viele beeindruckende Werke entstanden.“

Für Grafitti-Künstler Philipp Netolitzky liegt die größte Kunst aber in den Details: „Eine fantasievoll bunt gestaltete Nische, ein Stiegenaufgang, sogar ein bemalter Kanaldeckel – die kleineren Projekte sind das Tüpfelchen auf dem i.“

Begonnen hat Netolitzky 2015 mit der kreativen Gestaltung der Mauer rund um sein eigenes Haus in Scheibbs. Mittlerweile sind in der ganzen Stadt zahlreiche Grafitti regionaler und internationaler Künstler zu finden.

Für seine Heimatstadt hat er noch viele Ideen: „Auf alle Fälle werde ich weiterhin Künstler einladen, die Wände in der Tiefgarage unter dem Kulturportal zu gestalten. Und ich träume von einem Skulpturenpark entlang der Erlaufpromenade!“