Nachwuchs im Lunzer Gemeinderat

Studentin Julia Dinstl folgt Renate Pöchhacker in Lunzer Gemeinderat nach. Auch Ausschüsse neu besetzt.

Erstellt am 28. Oktober 2021 | 18:47
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Neues Gesicht im Lunzer Gemeinderat: Julia Dinstl, nach der Angelobung von Bürgermeister Josef Schachner, will künftig in Bildungs- und Finanzangelegenheiten ihre Fähigkeiten in der Gemeindepolitik einbringen.
Foto: Gemeinde/Huber

Mit ihren 25 Jahren ist Julia Dinstl nun die jüngste Gemeinderätin in Lunz am See. Die Studentin löste Renate Pöchhacker (ÖVP) nach acht Jahren ab. Pöchhacker legte ihr Amt aus privaten Gründen zurück. „Ich bin richtig gut aufgenommen worden, es war sehr interessant für mich“, sagt sie nach ihrer ersten Gemeinderatssitzung, die am Donnerstagabend stattgefunden hat. Neben ihrem Lehramtsstudium für Sonderpädagogik wird sie sich künftig im Ausschuss für Schulangelegenheiten, Kindergarten, Jugend und Sport engagieren. Aber auch als Mitglied des Prüfungsausschusses möchte Dinstl, die ebenfalls ein abgeschlossenes Studium der Wirtschaftswissenschaften vorweisen kann, ihre Fähigkeiten einbringen. „Ich bin voll happy mit meinen beiden Ausschüssen, denn auf diesen Gebieten kenne ich mich gut aus und kann mein Fachwissen einbringen.“

Personalrochaden gab es auch in anderen Ausschüssen. So gab Bürgermeister Josef Schachner den Vorsitz im Bauausschuss an Vizebürgermeister Johann Strohmayer ab. Als Stellvertreter wurde Eduard Leichtfried bestimmt. Ebenfalls im Bauausschuss sitzt künftig Thomas Helmel, er löst Pöchhacker auch im Ausschuss für Gesundheit und Familie ab.

Deal mit NÖVOG vor Abschluss

Beschluss fand im Gremium der geplante Kaufvertrag mit der NÖVOG. Konkret will die Gemeinde 8.625 Quadratmeter Grund von der niederösterreichischen Verkehrsorganisationsgesellschaft kaufen. Die Fläche erstreckt sich von der Gemeindegrenze zu Göstling bis zur Endstation des Schienenradls in Stiegengraben. Als symbolischer Kaufpreis wurden 1,50 Euro fixiert. Gemeinsam mit Göstling wird nun der Auflassungsvertrag aufgesetzt, und auch beim Abtragen der Schwellen wollen die beiden Gemeinden gemeinsame Sache machen.

Aufgrund von Corona, der witterungsbedingten Lage sowie der Übernahme von positiven Salden aus dem Vorjahr betreffend Straßenbau, muss die Gemeinde heuer mit finanziellen Ausfällen zurechtkommen. Dies zeigte auch der erste Nachtragsvoranschlag auf. Obwohl sich die Ertragsanteile aufgrund einer zusätzlichen Zahlung vom Bund mit 1.588.400 Euro (VA: 1.384.000 Euro) positiv darstellen, findet sich im Haushaltspotenzial ein Fehlbetrag von 160.00 Euro wieder. „Auch der Beitritt zur Glasfaser Ybbstal mit 8.050 Euro schlägt sich hier zu Buche“, betonte Amtsleiter Thomas Weber.