Wieselburger Kindercampus ist beschlossene Sache. Gemeinderat gab grünes Licht für dritten Kindergarten und neues Kinderhaus in der Getreidestraße. Bau erfolgt in Kooperation mit Genossenschaft.

Von Christian Eplinger. Erstellt am 22. Dezember 2020 (16:53)
Auf diesem 6.000 m² großen Areal in der Getreidestraße, das in Besitz der Amstettner Siedlungsgenossenschaft „Die Siedlung“ ist, soll der neue Kindergarten samt Kinderhaus errichtet werden.
Christian Eplinger

Viel Platz für die Kinder – unter diesem Motto steht ein weitgreifender einstimmiger Gemeinderatsbeschluss in der letzten Sitzung des Jahres 2020. Die Gemeindemandatare gaben grünes Licht für die Finanzierung und Errichtung eines dritten Kindergartens und eines neuen Kinderhauses in der Getreidestraße.

„Unsere bestehenden Kindergärten platzen aus allen Nähten. Und das Kinderhaus in der Neubaugasse, das von der Volkshilfe betrieben wird, ist weder barrierefrei noch von den räumlichen Gegebenheiten ideal situiert. Da unsere Bevölkerung aber weiter wächst und der Bedarf an Kinderbetreuungsplätzen ständig steigt, ist dieser heutige Beschluss ein Beschluss für die Zukunft“, erläutert SP-Bürgermeister Josef Leitner den Mandataren.

Errichtet wird das ebenerdige Gebäude, das beide Einrichtungen beherbergen soll, von der Amstettner Siedlungsgenossenschaft „Die Siedlung“, die in der Getreidestraße ein 6.000 m 2 großes Grundstück ihr Eigen nennt. 1.000 m 2 davon sollen für den Kindergarten und das Kinderhaus verbaut werden, dazu kommt ein gemeinsam genutzter Freibereich mit rund 2.500 m 2 . „Eigentlich waren dort weitere Wohnhäuser in Planung, aber ich konnte mit der Siedlungsgenossenschaft vereinbaren, dass wir dieses Areal für dieses Projekt nutzen“, freut sich Leitner.

Geplant sind ein zweigruppiger neuer Kindergarten und ein zweigruppiges Kinderhaus, das aus dem jetzigen Standort übersiedeln wird. Bei Bedarf ist der Kindercampus auf diesem Areal in den Folgejahren noch erweiterbar. „Mit den umliegenden betreuten Wohnhausanlagen und dem Tagesbetreuungszentrum könnte dort ein echtes Zusammenleben der Generationen entstehen“, schildert Leitner.

Gesamtbaukosten von über 3,2 Millionen Euro

Das Gebäude soll in Flachbauweise mit Holzfassade und Photovoltaikanlage am Dach errichtet werden. Die Baukosten samt Einrichtung betragen insgesamt knapp über 3,2 Millionen Euro. Die Finanzierung erfolgt wie der Bau selbst über die Genossenschaft. Die Stadtgemeinde mietet das Gebäude vorerst auf 30 Jahre und verzichtet in dieser Zeit auf ihr Kündigungsrecht.

„Die genauen Mietkosten stehen jetzt noch nicht fest, da auch zugesagte Förderungen des Landes hier noch in Abzug gebracht werden müssen“, erklärt Bürgermeister Josef Leitner. Von Landesseite gab es bereits im Sommer grünes Licht für das Gesamtprojekt und man wird das Projekt entsprechend der Förderrichtlinien unterstützen.

Der Spatenstich soll im Jänner erfolgen. Das große Ziel wäre, dass im September 2021 der Kindergarten bezugsfertig ist. „Wir müssen aber realistisch sein. Ein Bezugstermin Herbst 2021 wäre schon sehr gut. Für die Wochen bis zur Fertigstellung könnten wir mit den neuen Kindergartengruppen, die im September starten sollen, in ein Provisorium im Kindergarten Breiteneich ausweichen“, sagt Leitner.