Tourismusstrategie NÖ: Vielfalt mit hoher Qualität. Niederösterreich gab sich neue Tourismusstrategie 2025 und stellte Weichen für Neupositionierung der Marke Mostviertel.

Von Christian Eplinger. Erstellt am 21. Oktober 2020 (18:20)
Gemeinsame Strategie für den Tourismus, von links: Tourismuslandesrat Jochen Danninger und Mostviertel Tourismus-Geschäftsführer Andreas Purt.
NLK/Pfeiffer

Die neue Tourismusstrategie Niederösterreich 2025 liegt auf dem Tisch. Zentrale Werte dabei sind Qualität, Nachhaltigkeit, Regionalität und Authentizität.

Analog dazu arbeiten derzeit die Tourismusdestinationen Niederösterreichs an der Übersetzung der gemeinsamen Strategie auf die Angebote und Kernthemen in den unterschiedlichen Regionen. Denn nur ein funktionierender Lebensraum kann auch eine attraktive Destination und damit auch ein „Erlebensraum“ sein. Klares Ziel ist hier die Balance von Urlaubs- und Lebensraum, von Gästen und Einheimischen.

„Mit der Tourismusstrategie 2025 wollen wir Niederösterreich als unverfälschte Tourismusdestination positionieren. Die vielfältige Angebotspalette der Destination Mostviertel wird erfrischend neu aufgeladen. Unser großes Ziel ist es, die Raddestination im Herzen Europas zu werden und ich bin überzeugt, dass hier das Mostviertel einen ganz wesentlichen Teil dazu beitragen wird“, betont Tourismuslandesrat Jochen Danninger.

„Ziel der nächsten Strategieperiode ist, die relevanten Zukunftsthemen des Mostviertels aufzuzeigen und das touristische Angebot gemeinsam, qualitativ hochwertig und zeitgemäß weiterzuentwickeln“, berichtet Andreas Purt, Geschäftsführer von Mostviertel Tourismus mit Sitz in Neubruck.

Im Mostviertel ist der Strategieprozess bereits weitgehend abgeschlossen. Ausgehend von der bereits bestehenden Tourismusstrategie 2020 wurde gemeinsam mit den Entscheidungsträgern die Ist-Situation kritisch beleuchtet und durch eine digitale Mitgliederbefragung begleitet. „Gemeinsam mit dem Tourismusberater Arnold Oberacher haben wir die wesentlichen Schwerpunkte für die neue Strategieperiode festgelegt. Diese werden sich inhaltlich bei uns nicht gravierend ändern, da die Themen Qualität, Nachhaltigkeit und Regionalität schon bisher bei uns großgeschrieben wurden“, erklärt Purt.

Ebenfalls ein großes Thema für den Tourismus der Zukunft ist die Mobilität. Hier gilt es, gemeinsam mit den Subregionen Angebote zu schaffen, wie die Touristen in die Region kommen und innerhalb dieser öffentlich mobil sein können. „Mit der Mariazellerbahn oder auch den Radtaxis und Radtramper-Bussen beim Ybbstalradweg hat man hier schon Aushängeschilder im Mostviertel“, sagt Andreas Purt.

Bereits im Dezember soll die neue Strategie für die Tourismusdestination Mostviertel im Aufsichtsrat und der Generalversammlung der Mostviertel Tourismus beschlossen werden. Parallel dazu finden bis ins Frühjahr Workshops mit den Subregionen statt, um das Zusammenspiel zwischen Dachmarke und Subregionen sowie die Ressourcen- und Aufgabenverteilung zu optimieren. „Da darf es nicht nur bei Lippenbekenntnissen bleiben. Die Destination Mostviertel steht als Dachmarke über der gesamten Region.

In den Kleinregionen gilt es, darauf abgestimmte Basisarbeit zu machen und passende Angebote und Produkte zu entwickeln.