Mostviertler Brauer-Treffen: Netzwerken im Sinne von Hopfen und Malz

Erstellt am 22. Juni 2022 | 04:23
Lesezeit: 3 Min
Auf Initiative von Werbefachmann Wolfgang Zimprich aus Oberndorf gab es in Gaming das erster Mostviertler Brauer-Treffen. Es soll nicht das letzte bleiben.
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Was trinken echte Brauer bei einem Netzwerktreffen nach dem ersten Kaffee – natürlich ein Seidel Bier. Und da verkostete man gleich verschiedenste Sorten des Kartausenbräus und begann ins Fachsimpeln. Netzwerken, sich austauschen und vielleicht eine neue Plattform bilden, wo am Ende gemeinsame Aktivitäten oder Synergieeffekte herausschauen. Das ist das Ziel, das den Initiatoren des ersten Mostviertler Brauer-Treffens in Gaming vorschwebt.

Der Oberndorfer Werbefachmann Wolfgang Zimprich („die werbetrommel“) initiierte gemeinsam mit ProGaming-Obmann Thomas Czihak und dem Primus der „Gaminger Bierbriada“ Peter Bruckner dieses Treffen. „Im geografischen Mostviertel gibt es neben der Kaiser-Bier-Brauerei in Wieselburg weitere 30 kleinere Privatbrauereien. Diese habe ich angeschrieben beziehungsweise in Folge auch mit ihnen telefoniert, um ihr Interesse an so einem Netzwerk der Mostviertler Brauer auszuloten. Und dieses war und ist groß, auch wenn heute nur rund ein Drittel aller Brauer kommen konnten“, betonte Wolfgang Zimprich beim ersten Treffen.

Als Vorbild nahm er sich das Innviertel, wo der Bier-März in verschiedenen Orten von verschiedenen Brauereien zelebriert und gemeinsam vermarktet wird. Der Genuss und die Pflege der Bierkultur stehen dabei im Vordergrund. Neben Brauereien unterschiedlicher Größe sind auch Gastronomen und Touristiker eingebunden. „So etwas könnte auch bei uns rund um den Bier-Silvester Ende September entstehen. Vier Wochen lang soll das Bier als Genussmittel im Vordergrund stehen. So könnten wir das Mostviertel auch als Brau-Region positionieren, wobei es nicht darum geht, die Birne als Symbol und Wesensmerkmal unseres Viertels zu verdrängen, sondern rund um die Birne auch anderen regionalen Produkten Platz zu bieten“, erklärte Zimprich und nannte als bestes Synergiebeispiel den „Biernen-Radler“ von Kartausenbraumeister Sebastian Dorrer.

Auftakt für die Brau-Silvester-Veranstaltung könnte der schon traditionelle GeBiergs-Kirtag in Gaming sein, der heuer am 11. September bereits das achte Mal über die Bühne gehen wird. Allerdings angedacht wäre so ein Veranstaltungsreigen frühestens für 2023. „Jetzt gilt es einmal, den Netzwerkgedanken weiterzuspinnen und zu schauen, wie sich die einzelnen Brauer in die Gruppe einbringen können“, betonte auch Erzbräu-Braumeister Peter Bruckner.

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