Parken mit Anleitung in Purgstall. Parksünder in der neuen Schulgasse. Gemeinde verteilte Parkplan.

Von Karin Katona. Erstellt am 19. September 2019 (03:46)
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So nicht: Am ersten Tag parkten sich einige Autofahrer auf den neuen Gehsteigen schräg ein.

Die Schulgasse, der erste Teil der neuen Begegnungszone im Ortszentrum, ist noch nicht für den Durchzugsverkehr geöffnet. Dennoch gab es vergangene Woche bereits den ersten Zankapfel: Einige Autofahrer hatten die neuen freien Flächen bereits als Parkplätze in Anspruch genommen, Passanten mussten auf die Straße ausweichen.

Eltern sorgten sich um die Sicherheit ihrer Kinder, prompt wurden auf Facebook die Gehsteige zurückgefordert. Die Aufforderung einer Userin: „Sollen die Kinder auf der Straße gehen und von den Autos erfasst werden? Liebe Gemeinde, bitte macht doch wieder einen Gehsteig!“

Tatsache ist: In der Schulgasse darf zwar geparkt werden, jedoch nicht schräg und bis zu den Hausmauern, sondern quer entlang der Fahrbahn. Einen Tag nach dem Facebook-Protest war der Stein des Anstoßes beseitigt:

„Hier hat es wohl einige Missverständnisse gegeben. Ich verstehe die Sorgen der Eltern. Ich habe veranlasst, dass der Gehweg in der Schulgasse vorläufig mit Scherengittern abgesperrt wurde. Schließlich ist die Begegnungszone dazu da, nicht nur für mehr Bewegungsfreiheit, sondern auch für mehr Sicherheit zu sorgen“, sagt Bürgermeister Harald Riemer. „Auf den Plänen ist auch klar zu erkennen, wie und wo geparkt werden darf. Und sobald der erste Autofahrer richtig parkt, folgen die anderen automatisch.“

Karin Katona
Vorschriftsmäßig: Längs parken entlang der Fahrbahn, der Streifen bei der Hausmauer bleibt als Gehweg frei.

Darüber hinaus sei ein Plan mit einer Parkordnung an Volksschule, NMS und Musikschule sowie an die Vereine, die die Schulräumlichkeiten benützen, verteilt worden. „Die Pläne sind zur Information der Eltern auch an den Schultüren ausgehängt“, sagt Riemer. Natürlich hätten auch die Anrainer Park-Pläne erhalten. Ein Parkverbot in der Schulgasse sei nicht angedacht.

Mitte Oktober bekommt die Schulgasse mit der Baumbepflanzung ihr endgültiges Erscheinungsbild. 17 Silberlinden – eine besonders trockenheits-resistente Baumart – werden hier im Sommer für Schatten sorgen. Durch die Bäume werde eine natürliche Abgrenzung geschaffen, die keine Park-Missverständnisse mehr zulasse, verspricht Bürgermeister Riemer. So sei es auch in den Plänen für die Begegnungszone vorgesehen. Wenn das obere Stück der Schulgasse beim Gasthaus Teufl fertig ist, fehlt nur noch die Entscheidung, in welche Richtung die Einbahn gehen soll. „Dabei verlassen wir uns auf das Urteil des Verkehrsexperten“ sagt der Ortschef.