Scheibbser Sammler: „Wollte alles zusammen sehen“. Hans Hagen Hottenroth gibt mit Bildband Einblicke in seine Sammelleidenschaft.

Von Christian Eplinger. Erstellt am 20. August 2020 (04:16)

Hans Hagen Hottenroth feiert heuer seinen 80. Geburtstag. Eine Leidenschaft begleitet ihn aber schon seit Kindheit an: das Sammeln. „Ich bin seit Kindertagen Scheibbs-Fan und habe immer alles gesammelt, was mit Scheibbs zu tun hat. Da kommt im Laufe eines Lebens einiges zusammen“, verrät Hottenroth.

So auch zahlreiche künstlerische Bilder von Scheibbs, Stiche, Holzschnitte, Grafiken, Ölbilder oder Aquarelle. „Ich habe diese bei mir zu Hause teilweise an der Wand hängen oder in Mappen gesammelt. Aber ich wollte sie alle zusammen sehen. So entstand die Idee zu diesem Buch, das ich nun während des Corona-Lock-Downs umgesetzt habe“, schildert Hottenroth.

„Mein Scheibbs-Album“ nennt sich das Buch, das Hans Hagen Hottenroth im Eigenverlag (Druckerei Queiser) mit einer Auflage von 600 Stück nun auf den Markt gebracht hat. Übrigens bereits sein 22. Buch. Auf 243 Seiten zeigt es knapp 120 verschiedene Ansichten von Scheibbs, gegliedert vom Norden der Stadt (Saffen) bis zum Süden (Beutenburg). Dazu gibt es kurze Kommentare zu den Bildern, Künstlern oder abgebildeten Objekten. „Ein historischer Rundgang durch unsere Stadt“, sagt Hottenroth.

Das Buch beinhaltet dabei Bilder von bekannten Malern wie Friedrich Frank, Friedrich Grausgruber, Josef Reisinger, Richard Braun oder Gustav Bamberger bis hin zu Malereien von unbekannten Künstlern. Ein solches Aquarell der ersten Töpperbrücke aus 1837 ziert auch den Umschlag des Buches.

Entdeckt hat dieses Hans Hagen Hottenroth durch Zufall bei einer Auktion im Dorotheum Wien. Dort wurde es als „Blick auf ein Dorf mit Löschteich“ geführt. Das Bild zeigt aber nicht nur die erste Töpperbrücke, die Erlauf, das Schloss (noch mit dem Dachreiter) und die Pfarrkirche, sondern auch das Haus der Hottenroths in Scheibbs.

Dass das Buch auch ein persönlicher Wunsch von Hans Hagen Hottenroth war, davon zeugt nicht zuletzt die Widmung. Denn Hottenroth widmet dieses seiner Gattin Johanna und sich selbst zum 150. Geburtstag (70 + 80 Jahre).