Wieselburg setzt auf Schmankerlmarkt. Der Bauernmarkt in Wieselburg ist nach nur einem Jahr Geschichte – stattdessen gibt es ab Ende August neu konzipierten Schmankerlmarkt.

Von Christian Eplinger. Erstellt am 26. Juli 2019 (13:45)
Sind guter Dinge, dass der neue Wieselburger Schmankerlmarkt, der am 30. August erstmals über die Bühne gehen wird, ein Erfolg wird, von links: Leo und Markus Wurzer, Martina Moser, Alex Mlnek, Georg Wagner, Margarete Hartmann, Organisatorin Ingrid Pruckner, Stadtrat Josef Lechner, Christa Eppensteiner, Stadtamtsdirektor Franz Willatschek, Roland Sterkl, Thomas und Andrea Hofmarcher, Sandra Schumitsch und Martin Heigl.
Eplinger

Den anlässlich des 40-jährigen Wieselburger Stadtjubiläums 2016 neu gestalteten Rathausplatz wollte die Stadtgemeinde für einen Bauernmarkt nutzen. Insgesamt zehn Standler hauchten im September 2017 dem Platz neues Leben ein.

Der Bauernmarkt war aus der Taufe gehoben. Doch die anfängliche Euphorie wich schnell der Ernüchterung. Das Interesse nahm ab, die Standler wurden weniger.

Mit Herbst 2018 lief der Bauernmarkt aus.

NOEN

„Wir haben uns eine Auszeit genommen, um nachzudenken, was wir anders und vor allem besser machen müssen, damit dieser Markt erfolgreich wird“, erläuterte SP-Wirtschafts-Stadtrat Josef Lechner gegenüber der NÖN. Immerhin hat die Gemeinde viel Geld in die Platzgestaltung und Marktinfrastruktur gesteckt. Das wollte man nicht so einfach beiseite schieben.

Die Stadt holte sich dann Ingrid Pruckner mit ihrer Hotel- und Gastro-Trainings-Firma ins Boot, die ein neues Konzept für den Markt vorlegte.

„Aus dem Bauernmarkt wird ein Schmankerlmarkt. Natürlich soll der Verkauf von regionalen, heimischen Produkten im Vordergrund stehen, aber ich will aus dem Markt auch einen Treffpunkt für Jung und Alt machen, wo man sich trifft, beste Produkte einkaufen kann, aber auch vor Ort gut isst und trinkt und gemütlich Zeit verbringt“, schildert Pruckner, die etliche neue Standler gewinnen konnte.

Gemeinsam mit Grafiker Andreas Reichl hat sie auch ein neues Logo kreiert, das man auf Einkaufstaschen, Servietten und allen Werbemitteln wiederfinden wird (siehe Bild).

13 Standler, elf davon sind neu mit dabei

Neu mit dabei sind etwa die Erlauftaler Käsewölfe, die erst bei der Wieselburger Messe für ihren Camembert mit dem Kasermandl in Gold ausgezeichnet worden sind. „Wir haben zwar in Wolfpassing den Ab-Hof-Laden, aber wollen unsere Produkte auch in der Stadt präsentieren. Da ist Wieselburg für uns eine ideale Gelegenheit“, sagt Georg Wagner von den Käsewölfen.

Ähnlich sehen es Andrea und Thomas Hofmarcher aus Brunning oder Saft-, Most- und Schnapsproduzent Martin Heigl aus Wang, die am Wieselburger Schmankerlmarkt ihre Produkte anbieten wollen.

Motivation: Präsenz in der Stadt zeigen

„Hier in der Region an einem starken Markt aufzutreten, kann für die gesamte Vermarktung hilfreich sein und vor allem einfach mehr Präsenz bringen“, weiß Thomas Hofmarcher.

Dazu soll es an jedem Markttag einen Gaststand mit besonderen Leckerbissen geben. „Südtirol, Kärnten, Tirol oder Vorarlberg. Das soll zusätzlich Publikum anlocken“, sagt Pruckner. Ebenso wird für die musikalische Umrahmung gesorgt. Fix ist auch, dass der Platz an einem Markttag völlig autofrei gehalten wird. „Der Verkehr direkt daneben sorgte beim Bauernmarkt mitunter für gefährliche Situationen“, weiß Pruckner.