Bezirk Scheibbs: Ein kleines Gerät, das Leben rettet

Defibrillatoren sind wichtige und auch leicht anwendbare Lebensretter, besonders bei Herzrhythmusstörungen.

Erstellt am 13. August 2021 | 14:55
Defibrillators
Peter Gassner vom Roten Kreuz Scheibbs demonstriert die Anwendung eines Ersthelfer-Defibrillators.
Foto: Rotes Kreuz/ Lukas Hürner

Defibrillatoren können Leben retten, das wurde schon oftmals bewiesen. Prominentestes Beispiel ist der dänische Fußball-Nationalspieler Christian Eriksen, der bei der Europameisterschaft einen Herzstillstand erlitt. „Auch in Purgstall kam vor Kurzem erst ein Defibrillator erfolgreich zum Einsatz. Der Patient hat überlebt“, weiß Heidi Fuchssteiner, die Erste-Hilfe-Verantwortliche beim Roten Kreuz Scheibbs.

Defibrillatoren sind sehr leicht anzuwenden, da das Gerät dem Anwender jeden Schritt über Sprachanweisungen genau beschreibt. Zu Beginn werden die Klebeelektroden auf den unbekleideten Oberkörper platziert. Der Defibrillator misst dann die elektrische Aktivität des Herzens.

Erst wenn dabei eine Herzrhythmusstörung aufgefunden werden sollte, erlaubt der Defibrillator den Ersthelfer, einen Elektroschock freizugeben. Während des Schocks darf niemand den Patienten berühren. „Eine frühere Defibrillation erhöht die Überlebenschance von Menschen mit einem Atem-Kreislauf-Stillstand erheblich“, berichtet Fuchssteiner.

Die wichtigste Maßnahme ist und bleibt aber die Herzdruckmassage. Diese sollte möglichst ohne Unterbrechung durchgeführt werden, daher sollte der Ersthelfer auch jemand anderen befragen, der ihm den Defibrillator holt und mit ihm arbeitet.

Im Erste-Hilfe-Kurs kann man eine Herzdruckmassage genauso wie das Arbeiten mit einem Defibrillator erlernen. „Scheu vor der Anwendung braucht niemand zu haben. Man kann mit dem Gerät im Grunde nichts falsch machen, sondern nur helfen“, sagt Fuchssteiner.