Brücke zum Schloss Ernegg wird totalsaniert

Rund 400.000 Euro nimmt die Gemeinde Steinakirchen in die Hand, um die Brücke in Ernegg zu sanieren und einen Damm zu bauen.

Erstellt am 29. Januar 2021 | 18:04
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Bei der Besichtigung der Brücke in Ernegg stellen Bürgermeister Wolfgang Pöhacker und der geschäftsführende Gemeinderat Christian Lothspieler abermals die Notwendigkeit der Sanierung fest.
Foto: Faltner

Es hilft nichts, es muss sein. Die Rede ist von der Brücke in Ernegg. „Wir schieben die Sanierung aufgrund unserer Kostensituation schon Jahre vor uns her. Aber jetzt geht es nicht mehr“, sagt VP-Bürgermeister Wolfgang Pöhacker. Die Brücke, die etwa zum Schloss Ernegg sowie in die Katastralgemeinde Edla führt, kann zwar momentan noch befahren werden. Lange wollte die Marktgemeinde aber nicht mehr warten.

In der Vorwoche startete die Anbotsöffnung für die Firmen. Mit den Sanierungsarbeiten soll noch bis Ende Februar gestartet werden, damit die Brücke bis Ende März – wenn die Golf- und Hochzeitssaison langsam startet – wieder befahrbar ist. „Diese Verbindung zwischen Golfclub und Schloss muss unbedingt funktionieren, wenn der Golfclub wieder aufsperrt“, betont Pöhacker. Hinzu kommt, dass die Brücke zu niedrig für ein 100-jähriges Hochwasser ausgelegt ist. Nun wird sie erhöht.

Brücke war eine der ersten in der Gemeinde

Grund für die rasche Sanierung ist das Mitteljoch, das mitten in der Erlauf steht. „Das ist angefault und bewältigt die Traglast der Brücke nicht mehr. Und die Brücke hat schon einige Jahre hinter sich, sie war eine der ersten in der Gemeinde“, berichtet der Ortschef.

Sie wurde als Stahlträgerbrücke mit Holzbodenbelag gebaut. Im Zuge der Sanierung wird eine Massivbetonbrücke daraus. Die Spannweite mit 18 Metern sowie die Breite von 3,70 Meter bleiben in etwa gleich. Für den Unterbau der Brücke wurden im Budget 108.000 Euro veranschlagt.

In einem weiteren Schritt, der für Herbst geplant ist, soll flussabwärts der Brücke ein kleiner Damm entstehen, der Golfclub, Meierhof und weitere Liegenschaften schützen soll. „Da hatten wir in der Vergangenheit öfter Probleme mit Hochwasser“ berichtet Pöhacker.

Mit der Sanierung der Brücke sowie der Errichtung des Damms geht der Bürgermeister aktuell von Kosten von rund 400.000 Euro aus. Finanziert werden soll das Projekt mit Förderungen von Land und Bund, eventuell muss die Gemeinde auch einen Kredit aufnehmen. „Wenn es möglich ist, werden wir einen Teil der Arbeiten vielleicht auch in Eigenregie erledigen können. Mal schauen, was es kostet“, sagt er.