Pilger Alfred Dollfuß: „Seele geht lieber zu Fuß“

Erstellt am 20. März 2022 | 03:30
Lesezeit: 2 Min
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.„Die Schnecke sieht mehr als ein Hase“: Der gebürtige Oberndorfer Alfred Dollfuß teilt in zwei Vorträgen in Oberndorf und Purgstall die Erfahrungen seiner Pilgerreisen.
Foto: privat
Alfred Dollfuß wurde nach Heilung aus Dankbarkeit zum Pilger. In Oberndorf und Purgstall erzählt er seine Geschichte.
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Zwölf Jahre ist es her, dass Alfred Dollfuß nach der Genesung von einer schweren Verletzung aus Dank zum Pilger wurde. „Auf einer Reise nach Lourdes habe ich beschlossen, von dort aus hundert Kilometer auf dem Jakobsweg Richtung Compostela zu gehen“, schildert Dollfuß.

„Dann konnte ich einfach nicht stehen bleiben und bin die 1.000 Kilometer bis zum Ende weitergegangen.“ Elf Jahre sei der Jakobsweg dann kein Thema mehr gewesen, „aber immer noch im Hinterkopf vorhanden.“ Dann ging es von Österreich aus wieder los: „Ich musste doch den Rundweg noch fertigmachen.“ Ein Jahr später folgte eine Wanderung nach Rom.

Der Weg ist für den 70-Jährigen das Ziel: „Ich nehme nicht den kürzesten Weg. Ich suche mir meine Routen nach schönen Plätzen aus, die ich sehen will. Denn die Schnecke sieht mehr als ein Hase.“ Dollfuß ist überzeugt: „Unsere Seelen gehen lieber zu Fuß. Und hat noch einen Rat: „Nichts, das man gerne tun würde, aufschieben, sondern machen, solange man noch kann.“ Die Bilder seiner Reisen will er jetzt in zwei Vorträgen in Purgstall und Oberndorf teilen.

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