Eltern-Kritik: „Noch immer zu lange Fahrzeiten“. VOR zeigt Gesprächs- und Handlungs-Bereitschaft, Eltern wollen „dranbleiben“.

Von Karin Katona. Erstellt am 16. Dezember 2019 (16:56)
VOR Bus

Im Chaos um die Schülerbusse seit Einführung der neuen Fahrpläne im September (die NÖN berichtete) zeichnet sich ein Licht am Ende des Tunnels ab. „Die Verantwortlichen vom Verkehrsverbund Ost Region signalisieren Gesprächsbereitschaft, haben erste Maßnahmen gesetzt“, berichten die Elternvertreter Franz Reiterer und Annemarie Schneck.

Bis zum von den Eltern gesteckten Ziel sei es jedoch noch weit: „Die Fahrpläne der Schulbusse haben zwanzig Jahre lang bestens funktioniert. Dahin wollen wir wieder zurück.“

„Die Kinder stehen 18 Minuten im Freien“

VOR-Pressesprecherin Christina Bachmaier bittet um Geduld: „Wir haben ab 15. Dezember die Linienführung einer Linie verändert und auf Wunsch der Gemeinde Oberndorf eine Haltestelle aus dem Fahrplan genommen. Der Frühkurs startet bei der Haltestelle Oberndorf Ganz/Wies und ermöglicht eine durchgängige Fahrt bis zum Schulzentrum Eybnerstraße St. Pölten.“ Man werde die Auslastung der Frühkurse im kommenden halben Jahr durch Fahrgastzählungen beobachten und dann weiter entscheiden.

Unzumutbar lang seien ihrer Ansicht nach noch immer die Fahrzeiten. „Bis heuer waren unsere Kinder mit dem Frühkurs in einer Stunde in St. Pölten, der Bus hat alle Schulen angefahren. Jetzt beträgt die Fahrzeit zwanzig Minuten mehr und es werden nicht mehr alle Schulen direkt angefahren“, sagt Franz Reiterer.

Moniert hatten die Eltern auch die langen Fahrzeiten auf der Heimfahrt – was den VOR zu einer Änderung veranlasste: Zwei Kurse, die ursprünglich nur bis Kirnberg verkehrten, wurden bis Oberndorf verlängert. Der Haken: Die Schüler müssen 18 Minuten lang im Freien warten, was wiederum die Eltern stört.

VOR-Pressesprecherin Christina Bachmair gibt zu bedenken: „Der öffentliche Verkehr funktioniert nach dem Solidaritätsprinzip. Nicht alle Wünsche können verwirklicht werden.“