Hauskauf als Investition in die Zukunft

Gemeinde Oberndorf kauft „Pfandler Haus“ von Immobiliengesellschaft. Das Haus ist wegen seines Alters und eines Brandes in einem sehr schlechten Zustand.

Gerhard Rötzer Erstellt am 15. Oktober 2020 | 11:53
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ÖVP-Bürgemeister Walter Seiberl und SPÖ-Finanzausschussvorsitzender Martin Gassner mit dem Kaufvertrag für das „Pfandler Haus“.
Foto: Rötzer

Als eine „Investition in die Zukunft“ bezeichnet Oberndorfs Bürgermeister Walter Seiberl die Vertragsunterzeichnung zum Kauf des „Pfandler Hauses“. Schon nach dem Tod der letzten Besitzerin vor fünf Jahren hatte die Marktgemeinde Interesse an dem Haus bekundet. Die Erben der verstorbenen Maria Pfandler hatten das Haus zwar zum Kauf angeboten, der Preis war der Gemeinde jedoch zu hoch. Die Immobiliengesellschaft „Trust in Homes TiH GmbH“ aus Amstetten kaufte das Haus, von 2016 bis 2019 waren dort 20 Asylwerber einquartiert.

„Danach stand das Haus leer und verkam immer mehr“, berichtet Bürgermeister Seiberl. „Durch einen Kleinbrand, verursacht durch ein defektes Elektrogerät, gab es noch einen zusätzlichen Schaden.“ Vor Kurzem konnte sich die Gemeinde mit der Trust in Homes auf einen Kaufpreis einigen, vergangene Woche wurde der Kaufvertrag unterzeichnet. Was genau mit dem Haus geschehen wird, ist noch nicht fix geplant. „Es ist vorgesehen, dass in absehbarer Zeit die zwei Meter hohe Gartenmauer abgerissen wird, damit diese gefährliche Engstelle am Kirchenberg entschärft wird“, verrät der Ortschef. „Weil die Straße der Schulweg vieler Kinder ist, ist die Verkehrssicherheit dort das Wichtigste.“

Das „Pfandler Haus“ wurde übrigens schon 1400 erstmals urkundlich erwähnt und ging im Lauf der Zeit durch die Hände von vierzehn Besitzern. Die letzte Besitzerin betrieb dort bis Anfang der 90er-Jahre eine Gemischtwarenhandlung.