Jungbäuerin bietet exotische Vielfalt am Bauernhof

Jungbäuerin Sandra Sieder will sich mit Alpakas und Kiwis ihre Zukunft am Hof sichern.

Erstellt am 31. Januar 2021 | 05:56
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Die Faszination für Alpakas hat die Oberndorferin auf die Idee der Zucht gebracht. Zudem will sie künftig die Tierprodukte wie Wolle und Seifen ab Hof verkaufen.
Foto: Christ

Dass Landwirtschaft nicht immer etwas mit Kühen und Schweinen zu tun haben muss, will Sandra Sieder in Oberndorf beweisen. Denn als sich die 26-Jährige entschlossen hat, den elterlichen Hof weiterzuführen, da war für sie klar: „Die herkömmliche Landwirtschaft mit Kuh- und Schweinehaltung, das ist nichts für mich“, erzählt sie.

Fasziniert von der Ruhe der Alpakas

Deshalb hat sie sich im Vorjahr fünf Alpakas angeschafft. „Mit den Tieren möchte ich künftig Wanderungen anbieten und eine Zucht aufbauen. Für die Wanderungen habe ich mit den Tieren schon trainiert“, zeigt sich die hauptberufliche Ordinationshilfe, die im Zweitjob bei einem Nahversorger arbeitet, ambitioniert.

Sie ist fasziniert von den Tieren und der Ruhe, die sie ausstrahlen. „Früher oder später möchte ich davon auch Produkte wie Wolle oder Seifen selbst herstellen und in meinem eigenen Hofladen verkaufen.“

Neben den Alpaka- und hofeigenen Produkten plant Sieder in ihrem Laden künftig auch die zweite exotische Artenvielfalt am Hof, die Kiwis, anzubieten. „Meine Mutter hat vor 35 Jahren einige Kiwipflanzen auf unserem Hof eingesetzt. Mittlerweile sind diese an die fünf Meter hoch. Pro Jahr können wir bis zu acht Scheibtruhen davon ernten, alles in Bioqualität.“

Viel zu viele Früchte für den Eigenbedarf, deshalb bietet sie, die ab Oktober geernteten Kiwis, bereits bei einigen Lebensmittelgeschäften in der Region an. „Ich möchte damit beweisen, dass es auch andere, innovative Wege gibt, eine Landwirtschaft zu führen, ein wenig Mut gehört natürlich dazu.“